Musik

#kleinePauseMozart: Konzert mit Benjamin Schmid und Ariane Haering

Das Musikerpaar Ariane Haering und Benjamin Schmid präsentiert in "The Vienna Recital" ein abwechslungsreiches Programm mit Werken von Mozart, Franz Schubert und Fritz Kreisler.

 SN/stiftung mozarteum

Die Kompositionen in diesem Konzert sind entweder in Wien entstanden oder vom Wiener Geiger Fritz Kreisler bearbeitet oder selbst geschrieben worden.
Dieses bisher unveröffentlichte Material aus dem Großen Saal der Stiftung Mozarteum in Salzburg stammt von Ariane Haering und Benjamin Schmid und steht bis zum 17. Mai online zur Verfügung.

Berührende d-Moll-Variationen

Der klingenden Vormittag des Salzburger Geigers Benjamin Schmid und der Pianistin Ariane Haering beginnt mit Mozarts dreisätziger Sonate KV 306, seine einzige mit einer ausgeschriebenen Kadenz für beide Instrumente, was auf einen orchestralen Hintergrund schließen lässt - angeblich war sie als Doppelkonzert konzipiert. Ein wunderbare Sonate mit einem berührenden d-Moll Variationensatz in der Mitte und vor allem mit einem dritten Satz, "mit Tempo di Menuetto" überschrieben, den der berühmte Musikwissenschaftler Alfred Einstein als "Balsam auf eine wunde Seele" bezeichnete und meint, dass "ein solcher Satz wirklich "einzig in seiner Art" ist, nicht nur unter Mozarts Zeitgenossen, sondern auch sämtlichen Nachfahren.

Einst ungewohnt, heute Meisterwerk

Darauf folgt Schuberts Fantasie C Dur D 934, sie ist in der Duoliteratur ein einsamer Monolith: tiefgehend und hochvirtuos zugleich. Franz Schubert wurde zu seinen virtuosesten Violinwerken durch einen exorbitanten Geiger inspiriert, den "böhmischen Paganini" Josef Slawik. Bei der Uraufführung 1828 leerte sich der Saal. Denn zu ungewohnt war das Werk für damalige Ohren, heute haben wir es als Meisterwerk erkannt. Beide Werke sind zentrale Stücke des Repertoires des Duos, die schon als Traumpaar der klassischen Musik bezeichnet wurden.


Im zweiten Teil erklingen Werke von Fritz Kreisler beziehungsweise Bearbeitungen des Wiener Geiger-Komponisten. Sie gipfeln in der leider immer noch zu selten gespielten "Viennese Rhapsodic Fantasietta": Fritz Kreislers letzte Komposition, die er in den Jahren 1941 und 1942 schuf und in der er von New York aus auf das Wien seiner Kindheit und Jugend zurückblickte, während es unter den Bomben des Zweiten Weltkrieges in Schutt und Asche zu zerfallen schien; sie ist ein am Ende eines Geigerlebens geschriebenes Kompendium des Komponisten Kreisler: genial in seiner kunstvollen Wiener Fantasie - vor allem in harmonisch - modulatorischer Hinsicht. Das Werk Fritz Kreislers ist vor allem Benjamin Schmid seit jeher ein Anliegen - über seinen üblichen Zugabenstatus hinaus.

Hier geht es zu den Konzerten:
Teil 1:

Mozart Sonate K377, 1. Allegro, 2. Andante con variazioni, 3.Tempo di Menuetto Schubert Fantasie C, D 934

Teil 2:

Fritz Kreisler: Arrangements and Originals - J.S. Bach: Prelude - N. Paganini: La Campanella - C. Scott: Lotusland - F. Kreisler: Viennese Rhapsodic Fantasietta"

Quelle: SN

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