Kultur

Qualen können Täter erzeugen

Alban Bergs "Wozzeck" in Diätfassung im Theater an der Wien.

(v.l.) Lise Lindstrom als "Marie" und Ale? Briscein als "Tambourmajor" während einer Fotoprobe von "Wozzeck" am Theater an der Wien. SN/APA/WERNER KMETITSCH
(v.l.) Lise Lindstrom als "Marie" und Ale? Briscein als "Tambourmajor" während einer Fotoprobe von "Wozzeck" am Theater an der Wien.

Dass im Theater an der Wien in der aktuellen Saison lauter groß gedachte Opern aufgeführt werden, führt zur Situation, dass die Werke den Dimensionen "angepasst" werden. Alban Bergs "Wozzeck" hat normalerweise ein großes Orchester, also hat man eine abgespeckte Fassung des deutschen Komponisten Eberhard Kloke gewählt. Das allerdings hat auf die Lautstärke wenig Einfluss, wie am Sonntag bei der Premiere zu hören war. Dirigent Leo Hussain lässt die Wiener Symphoniker auch in der reduzierten Tonwelt einen mächtigen Vollklang entwickeln für dramatische Ausbrüche, die zarten lyrischen Passagen bleiben ohnehin erhalten, Einbußen gibt es keine zu beklagen.

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