Kultur

Venedig bietet Muti Dirigat des Neujahrskonzerts an

Der Intendant des Fenice-Theaters in Venedig, Fortunato Ortombina, hat Stardirigent Riccardo Muti das Dirigat eines Neujahrskonzerts in seinem Opernhaus angeboten. "Wenn Maestro Muti ein Neujahreskonzert bei uns dirigieren will, ist er willkommen. So wird er auch live übertragen werden", so Ortombina.

Muti ist mit der Ausstrahlung nicht zufrieden SN/APA/BARBARA GINDL
Muti ist mit der Ausstrahlung nicht zufrieden

Der Intendant reagierte auf die Kritik Mutis am Beschluss des italienischen Staatssenders RAI, das Neujahreskonzert aus dem Wiener Musikverein, bei dem der Stardirigent am 1. Jänner zum fünften Mal am Pult steht, nicht live zu übertragen. Dafür wird wie bereits in den letzten Jahren das Neujahreskonzert aus dem Fenice-Theater mit italienischer Opernmusik live gesendet.

In einem Interview mit der Mailänder Tageszeitung "Corriere della Sera" am Donnerstag hatte Muti zu verstehen gegeben, dass er mit dem RAI-Beschluss nicht einverstanden sei. "Bei der RAI denkt man, dass es richtig ist, das Wiener Neujahreskonzert nicht live zu übertragen. Jeder macht, was er will, doch das Wiener Neujahreskonzert ist einmalig", betonte Muti.

Ortombina verteidigte die öffentlich-rechtliche TV-Anstalt. "Die RAI verbindet bestens das Konzert in Venedig mit jenem in Wien", sagte der Intendant.

Schon seit 2004 wird das Neujahrskonzert aus Wien nicht mehr live, sondern erst um 13.40 Uhr übertragen, doch die Italiener scheinen nicht resigniert zu haben. Jedes Jahr gibt es Protest gegen die zeitversetzte Sendung des Konzerts. Auch Parlamentarier sprachen von absurdem Konkurrenzkampf zwischen Wien und Venedig an Neujahr.

Quelle: APA

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