Gesundheit

Trockene Augen: 6 Tipps zur Behandlung und Vermeidung

Jeder kennt wahrscheinlich das Leiden an trockenen Augen. Zu langes Fernsehen oder arbeiten mit dem Computer können Ursachen dafür sein. Um das Auge zu schützen und diese Austrocknung zu vermeiden oder auch zu behandeln, führen wir 6 Tipps für trockene Augen an.

Grund für trockene Augen aus medizinischer Sicht

"Trockenes Auge" nennt man das im Volksmund, eine "Benetzungsstörung der Augenoberfläche" im Fachjargon. Hervorgerufen wird es durch eine Verringerung der Tränenflüssigkeit bzw. durch eine Veränderung der Zusammensetzung. Durch diese Veränderung wird das Auge nicht mehr optimal befeuchtet und das trägt die Folgen von Augenrötung, Jucken und Brennen mit sich. Inzwischen ist jeder fünfte Patient in einer Augenarztpraxis davon betroffen. Besonders häufig tritt die sogenannte Keratoconjunctivitis sicca auf, also die zu Trockenheit neigende Horn- und Bindehautentzündung im mittleren Alter. Davon sind Frauen deutlich öfter betroffen als Männer. Das könnte eine Folge der Umstellung der Hormone in den Wechseljahren sein.

Ursachen für trockene Augen

Es ist vor allem die heutige Arbeitssituation, die nicht gesund ist und folglich bei vielen Menschen trockene Augen erzeugt. Das beginnt schon in den Büroräumlichkeiten, deren Luft oft viel zu trocken ist und obendrein auch noch per Klimaanlage oder Zwangsbelüftung reguliert wird. Fenster, die man nicht öffnen kann, sind in Bürobauten beliebt, aber nicht in jedem Fall auch den Augen zuträglich.
Der zweite Aspekt sind die vielen Bildschirme. Schon der erste Weg ins Büro führt zu einem Bildschirm, an dem dann viele Stunden gearbeitet wird. Zwar sehen die arbeitsmedizinischen Vorschriften vor, dass nach 50 Minuten Bildschirmarbeit zehn Minuten Pause sein sollten, doch das ist oft nicht mehr als ein Wunsch. Doch nicht nur die Bildschirme in der Arbeit werden zur Belastung der Augen, sondern auch die täglich Verwendeten zu Hause. Dazu zählen das Smartphone, das Tablet, der Computer und der Fernseher.
All diese Faktoren sind dem Auge abträglich, denn die ausreichende und gleichmäßige Benetzung der Augen ist für ein beschwerdefreies Sehen unerlässlich. Diese Benetzung gewährleistet der sogenannte Tränenfilm, der von verschiedenen Drüsen produziert wird, die sich in den Augenlidern, an den Lidrändern, in der Augenhöhle und der Bindehaut befinden.

Anzeichen und Auswirkungen

Betroffene nennen als häufigste Symptome Augenbrennen, Jucken, ein Trockenheits- also auch Fremdkörpergefühl, so als befänden sich Sandkörner auf der Augenoberfläche des Sehorgans. Viele Betroffene klagen auch über Beschwerden über erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Licht und Zugluft. Rein optisch sind die Augen oft gerötet und erscheinen müde.

Behandlung und Tipps gegen trockene Augen


1. Augentropfen
Abhilfe für trockene Augen schaffen in diesen Fällen Tropfen, die mehrmals täglich ins Auge geträufelt werden. Diese Tropfen werden als künstliche Tränenflüssigkeit verwendet. Ordnungsgemäß angewendet, verhindern die Tropfen das Fortschreiten der Krankheit, lindern die Beschwerden oder beseitigen sie sogar gänzlich. Das Sehen wird dadurch deutlich angenehmer. Auch für Menschen mit Kontaktlinsen empfehlen sich Augentropfen, weil sie zusätzlich die Oberfläche der Kontaktlinse schützen und Ablagerungen verhindern.
Vorsicht bei der Auswahl der Augentropfen! Um für sich selbst die perfekten Tropfen zu finden sollte auf jeden Fall ein Augenarzt aufgesucht werden. Der Augenarzt untersucht die Patienten sorgfältig und kann individuell die Augentropfen auf den Schweregrad der Krankheit abstimmen.

2. Lüften nicht vergessen
Nur wenn man regelmäßig das Fenster öffnet, hat die Heizungsluft keine Chance, die Augen auszutrocknen. Zusätzlich sind Luftbefeuchter empfehlenswert.

3. Verqualmte Räume meiden
Gerade im Winter und Herbst, wenn die Augen schon besonders unter Stress stehen, sollte man sich möglichst wenig verrauchten Räumen aussetzen oder sich zumindest nicht stundenlang darin aufhalten, denn es fördert die Krankheit "trockene Augen" und ist generell schlecht für die Gesundheit.

4. Computer- oder Lesepausen
Durch die starre Sicht und die hohe Konzentration blinzelt man seltener, daher den Blick öfter vom Computer abwenden. Dabei blinzelt man automatisch. Die Augen werden dadurch wieder befeuchtet und die Augenmuskulatur entspannt.

5. Schlaf, Flüssigkeit und Ernährung
Genügend Schlaf, viel Trinken und eine gesunde Ernährung wirken sich positiv auf trockene Augen aus. Vor allem Leute die zu wenig trinken und gleichzeitig viel mit Bildschirmen arbeiten leiden sehr häufig an ausgetrocknete Augen. Darum sollte man bewusst mehr Flüssigkeit zu sich nehmen als normal. Aber auch mit ausgewogener Ernährung kann man gegen die Erkrankung ankämpfen. Darum sollte die Auswahl der Nahrungsmittel besser bedacht werden.

6. Reinigung
Der konsequenten und sorgfältigen Reinigung der Augenlieder und der Lidränder sollte prinzipiell Achtung geschenkt werden. Betroffen sind vor allem Menschen, die sich schminken.

Mit diesen 6 Tipps können im Vorhinein trockene Augen vermieden oder während der Krankheit behandelt werden.

Quelle: SN

Aufgerufen am 18.11.2018 um 05:03 auf https://www.sn.at/leben/gesundheit/trockene-augen-6-tipps-zur-behandlung-und-vermeidung-881707

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