Gesundheit

Wenn die Nächte zu warm sind: Acht Tipps für einen besseren Schlaf

Normalerweise sinkt die Körpertemperatur abends um etwa ein Grad. Bei großer Hitze im Schlafzimmer ist dies nicht möglich. Schwitzen und schlechter Schlaf sind die Folge.

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Die Hitze sitzt wie eine Glocke über den Städten, in den Nächten geht kaum ein Windhauch, in den Mauern von Wohnungen und Häusern staut sich Wärme. Erholsame Nachtruhe fällt also aus. Man erwacht am nächsten Morgen wie gerädert, Leistung und Konzentrationsvermögen fallen tagsüber ab. Das ist keine Frage des Alters. Das betrifft auch viele junge Menschen.

Hier ein paar Tipps, wie man ein wenig besser schlafen kann:

1. Zur richtigen Zeit lüften

Zimmer während der Nacht und in der Früh lüften, dann alle Fenster schließen und mit Jalousien verdunkeln. Eine Innenjalousie lässt 75 Prozent der Sonnenwärme nach innen durch, eine Außenjalousie hingegen nur 27 Prozent. In trockenen, heißen Nächten verschaffen vor dem geöffneten Fenster aufgehängte feuchte Leintücher etwas Kühlung.

Eine Sommerdecke und ein leichter Pyjama oder ein leichtes Nachthemd machen den Schlaf angenehmer als nackt und ohne Decke zu schlummern. Denn der Körper kühlt nachts aus, gleichzeitig verliert man durch das Schwitzen bis zu einem halben Liter Flüssigkeit und man erkältet sich. Die Textilien sollten atmungsaktiv und schweißaufsaugend sein. Wer verschwitzt ist, sollte die Nachtbekleidung wechseln.

2. Viel trinken

In heißen Sommernächten sollte man, wenn man nicht schlafen kann, Flüssigkeit zu sich nehmen. Man sollte trinken, auch wenn man keinen Durst verspürt. Ideal sind Melissentee, Hopfentee, Hibiskusblütentee oder aber Wasser mit etwas Zitronensaft, alles ungesüßt und nicht eiskalt, sondern in Zimmertemperatur.

3. Lauwarm, nicht kalt duschen

Wer Beklemmungen hat, kann den Puls beider Hände 1 bis 2 Minuten lang unter laufendes, kaltes Wasser halten, lauwarm (nicht kalt) duschen oder ein laues Fußbad nehmen. Das Wasser sollte hier deshalb nicht kalt sein, weil der Körper sich bei Kälte anstrengt, die Körpertemperatur wieder hochzufahren. Das frostige Abbrausen aktiviert die körpereigene Heizung. Um den Kälteschock zu kompensieren, schwitzt man danach nur noch mehr.

4. Das richtige Essen

Ideal zum Abendessen - damit man hinterher gut schläft - ist Leichtes: lauwarme Gemüsesuppe, Melonensalat, gedünstetes oder dampfgegartes Gemüse, Topfen mit Obst, Naturjoghurt.

5. Frischluft tanken

Damit sich der Körper an die Temperaturen gewöhnen kann, ist es gut, vor dem Zubettgehen einen Abendspaziergang zu machen, vorzugsweise irgendwo, wo es ein wenig grün ist. Der Körper passt sich für die Nacht leichter den hohen Temperaturen an, wenn er sich draußen im Freien aufgehalten hat.

6. Vorsicht bei Ventilatoren

Manche Ärzte raten wegen möglicher Erkältungsgefahr in der Nacht davon ab, einen Ventilator laufen zu lassen. Wenn man es aber gar nicht ohne das Gerät aushält, kann man es so positionieren, dass nur die Füße leicht gekühlt werden. Das bringt schon Erleichterung. Man kann auch eine Wärmflasche mit kaltem Wasser füllen und den Polster vor dem Zubettgehen damit kühlen. Wenn die Kühltruhe groß genug ist, kann man den Bettbezug (in einem Plastiksack) kühlen.

7. Elektrische Geräte ausschalten

Lampen, Fernseher oder Laptop: alle elektrischen Geräte im Schlafzimmer sollten ausgeschaltet sein. Sie heizen den Raum zusätzlich auf.

8. Keine Schlaftabletten nehmen

Wer große Schlafprobleme hat, sollte lieber Präparate mit Baldrian und Hopfen einnehmen und auf keinen Fall Schlaftabletten. Chemische Wirkstoffe in den Schlaftabletten verändern den Schlaf: Die wichtigen Traumphasen werden verkürzt, der Schlaf ist weniger erholsam. Nach dem Aufwachen verspürt man häufig ein Katergefühl. So gut wie alle chemischen Schlafmittel können abhängig machen.

Aufgerufen am 08.12.2021 um 09:52 auf https://www.sn.at/leben/gesundheit/wenn-die-naechte-zu-warm-sind-acht-tipps-fuer-einen-besseren-schlaf-38454019

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