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Wandern in Salzburg: Salzburg Stadt und Flachgau

Salzburg ist für seine tolle Berglandschaft bekannt. Im ersten Teil unserer Ausgabe widmen wir uns dem Wandern in der Stadt Salzburg und im Flachgau.

1. Aigner Park

Starten wollen wir am Rande der Stadt Salzburg, in Aigen. Der Aigner Park eignet sich perfekt für eine kleine Wanderung. Vor rund 200 Jahren wurde der Park in Aigen neu gestaltet und der Zauber blieb bis heute erhalten. Viele nutzen den Park um dem Stress in der Stadt zu entfliehen und die Natur zu genießen. Die Aigner-Park-Runde ermöglicht dieses Vorhaben. Die Runde von Aigen über Mahbach führt zu genussvollen Plätzen mit schönen Ausblicken auf das Salzburger Becken.

Der Wanderweg
Der Wanderweg dauert nicht mehr als eine Stunde. Die klassische Aigner-Park-Runde beginnt beim Parkplatz an der Lotte-Lehmann-Promenade und folgt dem Felberbach. Das mystische Hexenloch, zu dem wenig später ein markierter Steg abzweigt, kann auch heute noch erforscht werden. Der steile Anstieg verläuft auf der linken Grabenseite und zweigt dann nach rechts über die Holzbrücke ab. Wenige Meter oberhalb befindet sich eine Aussichtsplattform. Nachdem man die paar Schritte wieder retour geht, führt der Weg in südwestlicher Richtung geradeaus weiter. Der Pfad führt an einer weiteren verwachsenen Kanzel vorbei wieder zur Abzweigung "Hexenloch", wo sich der romantische Wanderweg schließt.

• Weglänge: 2 km
• Gehzeit: 1 Stunde.
• Höhenunterschied: 100 Höhenmeter


Sehr lohnend und weniger häufig begangen ist die große Aigner-Park-Runde über Mahbach, die zunächst an der Hubertuskapelle vorbei zum Campingplatz Aigen führt. Nach einer Gehstunde durch lichten Wald und über Sonnenhänge ist man am höchsten Punkt, dem Hof Mahbach, angelangt, der Abstieg führt nun nach links, vorerst entlang der Zufahrt, dann über einen netten Waldsteig wieder retour.

• Weglänge: 6,8 km
• Gehzeit: 2,5 Stunden
• Höhenunterschied: 350 Höhenmeter

2. Liefering

Doch Aigens Wanderwege sind nicht die einzigen Möglichkeiten in der Stadt Salzburg zu wandern. Auch mitten in Liefering beginnt ein gemütlicher Wanderweg. Diese Runde bietet mehrere natürliche Schauplätze wie den Grenzfluss oder den Mühlbach. Der Spaziergang durch den Salzburger Stadtteil überzeugt mit seiner Vielseitigkeit. Dank der natürlichen Ausprägungen wird Liefering auch als "das Dorf in der Stadt" bezeichnet.

Ein Sonnenuntergang in Liefering.  SN/eiblmartin
Ein Sonnenuntergang in Liefering.

Der Wanderweg
Der Stadtspaziergang führt einerseits durch dicht bebautes Siedlungsgebiet und andererseits entlang der Saalach und dem Mühlbach durch naturnahes Grünland. Hintergrundinformationen bieten die Schautafeln des Lieferinger Kulturwanderwegs. Ausgangspunkt ist die Pfarrkirche. Über die Törringstraße geht es am Franzosenhügel vorbei bis zur Abzweigung Schmidkreuzstraße. Diese geht man entlang bis zum Rottweg, dann links bis zur alten Zollstation und weiter über die Saalachstraße und den Saalachweg. Man folgt dem Grenzfluss bis zur Einmündung des Mühlbachs. Dann geht man den Mühlbach entlang bis zur Schlossmauer von Kleßheim und wieder links bis zur Bahnunterführung, zweigt rechts ab und folgt den Gleisen einen Kilometer bis zur Haltestelle Liefering. Dort biegt man links in den Keltenweg, über Schmidkreuz- und Törringstraße geht es retour.

• Weglänge: 6 km
• Gehzeit: 2 Stunden

3. Fürstenbrunn

Der Wanderweg zum Wasserschloss Fürstenbrunn befindet sich mitten in der Stadt Salzburg. Bekannt ist Fürstenbrunn für seine zwei Schätze, die für die Residenzstadt Salzburg schon immer von großer Bedeutung waren, Marmor und Wasser.
In der römischen Zeit war der helle Marmor vom Untersberg aus Fürstenbrunn ein gefragter Baustoff. Auch viele Bauwerke der barocken Stadt Salzburg, wie etwa die Domfassade, wären ohne Untersberger Marmor undenkbar. Das heutige Wasserschloss in Fürstenbrunn mit seiner Fürstenquelle spielt für die Trinkwasserversorgung der Stadt Salzburg nach wie vor eine wichtige Rolle, allerdings mit einem Umweg über den Grundwasserbrunnen in Glanegg. Im Untersbergmuseum in Fürstenbrunn werden viele weitere Fragen über den Marmor und das Wasser beantwortet.

Der Wanderweg
Ausgangspunkt der beiden kurzen Wanderungen ist das Untersbergmuseum in Fürstenbrunn. Der kurze Weg zur Fürstenquelle führt links am Untersbergmuseum und der Kapelle vorbei und folgt dem Anstieg zu einer Winter-Wildfütterung. Hier zweigt der Wanderweg zur monumentalen Quellfassung nach rechts ab. Der Rückweg gestaltet sich gleich wie der Anstieg.
Der Weg zum historischen Steinbruch führt vom Museumsparkplatz einige Meter entlang der Anfahrt zurück, zweigt dann aber direkt nach der Brücke links in den Brunntalweg ab. Rechts, an einem gewaltigen Felsblock vorbei, verläuft der Anstieg geradeaus über eine steile Rampe in das Gelände des längst aufgelassenen Marmorsteinbruchs. Wie auch beim ersten Wanderweg, verläuft der Rückweg gleich wie der Anstieg.

• Weglänge (einfach): 1 km
• Gehzeit: 30 Minuten
• Höhenunterschied: 100 Höhenmeter

4. Haunsberg

Raus aus der Stadt Salzburg und rein in den Flachgau. Ein beliebtes Wanderziel im Flachgau ist der Haunsberg in Nußdorf. Der Berg ist bekannt für seine Kappelle neben der Kaiserbuche. Im Jahr 1898 wurde die Kapelle anlässlich des 50-Jahr-Regierungsjubiläums von Kaiser Franz Joseph I. errichtet.
Auch wenn es die ursprünglich gepflanzte Kaiserbuche nicht mehr gibt, ist die einfache Wanderung über den Haunsberg in Salzburg ein majestätisches Erlebnis. Entstanden ist die markante, lang gezogene Mittelmoräne in den Eiszeiten. Auf dem Haunsberg berührten sich die Gletscherzungen des Trumerbeckens und der Oichtenfurche. Mit 853 Metern Seehöhe bietet der Haunsberg einen wunderschönen Ausblick. Diesen Anblick schätzen die zahlreichen Besucher heutzutage vor allem an klaren Tagen im Herbst. Wanderer sowie Mountainbiker sind begeistert vom Haunsberg im Flachgau.

Der Wanderweg
Der Panoramaweg beginnt beim Parkplatz vor dem Wirtshaus Kaiserbuche. Erste größere Station ist der 40 Meter hohe Radarturm, der seit 2001 die An- und Abflugbewegungen im Salzburger Flugraum kontrolliert. Ein interessanter Punkt für Geografen ist eine Gedenksäule, die an die Einführung der Europäischen Gradmessung in den 1860er-Jahren erinnert. Sie steht auf der Kammlinie des Haunsbergs und ist über einen Stichweg in fünf Minuten erreichbar. Von dort aus führt der Wanderweg gleich weiter und durchquert talwärts beinahe unmerklich eine gewaltige, einen Kilometer lange und bis zu drei Meter hohe Wallanlage. Der folgende Abschnitt über Wurzelwerk ist etwas steiler, sodass er mit Kinderwagen kaum befahren werden kann. Ab dem Wendepunkt des Rundwegs geht es auf einer bequemen Forststraße weiter. An etlichen interessanten Stationen vorbei geht es zurück auf den Parkplatz neben der "jungen", aber schon recht ansehnlichen Kaiserbuche.

• Weglänge: 5 km
• Gehzeit: 2 Stunden
• Höhenunterschied: 100 Höhenmeter

5. Grünau - Feldkirchen

Auch wenn Wals-Grünau sehr nah an der Stadt Salzburg liegt, gehört die Gemeinde zum Flachgau. Somit zählt der nächste Wanderweg auch zu "Wandern im Flachgau". Dieser bereits angesprochene Weg, ist ein grenzüberschreitender Wanderweg zwischen Wals-Grünau Salzburg und Ainring Deutschland. Wer sich heute von Grünau aus der Saalach nähert, steht bald vor dem Hammerauer Steg, der im Jahr 2002 unter dem Motto "Nicht Mauern bauen, sondern Brücken errichten" als EU-Projekt verwirklicht wurde.

Der Wanderweg
Vom Parkplatz des Grünerauerhofs in Wals-Grünau geht es in einigen Schritten auf den Saalach-Uferdamm, dann nach rechts bis zum Hammerauer Steg und über diesen auf die bayerische Flussseite. Eine originelle "Mauergalerie" empfängt die Besucher, der weitere Wanderweg verläuft nach rechts 1,5 Kilometer flussabwärts bis zur Abzweigung "Feldkirchen". Die Wanderroute führt zur mächtigen Kirche inmitten der kleinen Ortschaft und an dieser vorbei zum Rathaus Mitterfelden. Dort dreht der Weg 5 südwärts (links) und quert das freie Feld Richtung "Hammerau über Ed". An der Straße vorbei, geht es zur viel befahrenen B20 und an dieser einige Minuten linker Hand entlang zum Gasthof Auwirt. Hier zweigt der Weg zur Hammerauer Brücke nach links ab.

• Weglänge: 7km
• Gehzeit: 2,5 Stunden

Um immer die wichtigsten Dinge beim Wandern dabei zu haben, werfen Sie einen Blick in unsere Checkliste fürs Wandern. Im nächsten Teil widmen wir uns den schönsten Wanderwegen im Tennengau und Pinzgau.


Quelle: SN

Aufgerufen am 10.12.2018 um 09:56 auf https://www.sn.at/leben/lifestyle/wandern-in-salzburg-salzburg-stadt-und-flachgau-957118

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