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Flüchtling auf Lesbos an Kohlenmonoxidvergiftung gestorben

Im Lager "Moria" auf der Ägäis-Insel Lesbos ist ein Flüchtling vermutlich an einer Kohlenmonoxidvergiftung gestorben. Es sei der dritte Tote innerhalb von sechs Tagen, berichtete die Athener Tageszeitung "Kathimerini" unter Berufung auf das Migrationsministerium. Der Mann sei am Montag gestorben.

Die Behörden gehen demnach davon aus, dass es sich in allen drei Fällen um Kohlenmonoxidvergiftungen handelt - wegen der Kälte hätten die Menschen in ihren Zelten in provisorischen Öfen Feuer entfacht.

Die drei Leichen wurden nach Athen gebracht, eine Obduktion soll die Todesursache abschließend klären. Bei den Toten handelt es sich um einen Pakistaner, einen Ägypter und einen Syrer. Das UN-Flüchtlingshilfswerk hatte bereits am Wochenende darauf hingewiesen, dass die Situation in den überfüllten Flüchtlingslagern auf den Inseln gefährlich sei: "Wegen der Kälte versuchen die Menschen, sich auf alle erdenklichen Weisen zu wärmen. In den überfüllten Lagern herrscht konstant Brandgefahr." Man arbeite daran, die Lager besser auszustatten, unter anderem mit weiteren Container-Häuschen und Heizlüftern.

Quelle: Apa/Dpa

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