Verrückt

Im Vatikan kann man jetzt "Heilige" fangen

Der Vatikan hat offensichtlich Gefallen an "Pokemon Go" gefunden - und einfach ein eigenes Spiel erfunden. Papst Franziskus habe dem Spiel seinen Segen gegeben.

Im Vatikan laufen plötzlich Petrus und Co. umher – wenn auch digital.  SN/APA (AFP)/ANDREAS SOLARO
Im Vatikan laufen plötzlich Petrus und Co. umher – wenn auch digital.

Galt es bei dem beliebten Handy-Spiel "Pokemon Go" noch, kleine bunte Monster zu fangen, lädt der Vatikan nun zum Sammeln von Heiligen ein. Wie das geht? Man lädt sich die App "Follow JC Go" auf das Smartphone und schon erscheinen in Rom die virtuellen Gestalten mittels Augmented Reality. Will heißen: Petrus & Co sehen mit Blick auf das Handy-Display so aus, als wären sie wirklich im Vatikan unterwegs. Bei dem Spiel gibt es Punkte für die Antworten auf Fragen zu biblischen Figuren - und für Gebete. Wer intensiver betet, hat offenbar bessere Chancen, sich im Vatikan hinaufzuspielen.

Ziel der Macher von "Follow JC Go" sei neben dem Unterhaltungswert auch religiöse Bildung. Denn man solle die Heiligen oder biblischen Figuren nicht nur fangen, sondern auch Fragen zu ihrem Leben beantworten und sie zum eigenen Team hinzufügen. Dieses werde übrigens "e-Team" genannt - für "Evangelisationsteam". Die fromme App achte zudem auf die körperliche und geistige Gesundheit der Spieler, wobei Gebete eine wichtige Rolle spielten. Zudem könne die Spielwährung auch für wohltätige Zwecke gespendet werden.

Entwickelt wurde die App anlässlich des Weltjugendtages am 22. Jänner in Panama, wie der ORF online berichtet. Derzeit sei das beliebte Spiel nur in einer spanischen Version erhältlich, weitere Versionen sollten aber folgen. Das Vorbild "Pokemon Go" ist eines der erfolgreichsten App-Spiele weltweit.

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