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Immer mehr Opfer nach Zyklon "Kenneth"in Mosambik

Nach dem zweiten schweren Wirbelsturm innerhalb weniger Wochen in Mosambik steigt die Opferzahl weiter an. Mindestens 41 Menschen kamen durch Zyklon "Kenneth" ums Leben, wie das UN-Nothilfebüro (Ocha) mitteilte. Die der Nordküste des südostafrikanischen Landes vorgelagerte Insel Matemo wurde nach Aussage von Helfern völlig verwüstet.

Die Küste Mosambiks ist nach zwei schweren Stürmen völlig verwüstet SN/APA (AFP)/EMIDIO JOZINE
Die Küste Mosambiks ist nach zwei schweren Stürmen völlig verwüstet

"Unser Untersuchungsteam kam gestern von Matemo zurück und hat die Lage in düstersten Farben geschildert", sagte Nick Finney von der Organisation Save the Children am Mittwoch. "Die Einwohner stehen unter Schock. Als der Zyklon einschlug, mussten sie über den Boden kriechen, denn wenn sie gestanden hätten, wären sie weggeblasen worden."

Nach Ocha-Angaben wurden mehr als 189.000 Menschen durch den jüngsten Wirbelsturm geschädigt. Bevor "Kenneth" in der Nacht auf Freitag in Mosambik auf Land traf, hatte er die rund 400 Kilometer östlich Matemos im Indischen Ozean gelegenen Komoren heimgesucht. Erst Mitte März hatte der Zyklon "Idai" im Zentrum der früheren portugiesischen Kolonie gewütet. Rund 600 Menschen kamen dabei ums Leben.

Meteorologen zufolge ist Mosambik noch nie innerhalb einer Saison von zwei so starken Wirbelstürmen getroffen worden. Das Land gehört nach dem Index des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP) zu den zehn ärmsten Staaten der Welt.

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