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Lawine blockierte in der Schweiz Zugstrecke und Straße

Nach einem Lawinenabgang ist die Gemeinde Disentis in der Schweiz vermutlich den ganzen Montag von der Außenwelt abgeschnitten. Die Schneefälle der vergangenen Tage beeinträchtigten die Verkehrswege in Graubünden massiv. Die Kantonsstraßen nach Disentis und Cavadiras mussten gesperrt werden. Auch die Zugstrecke der Rhätischen Bahn sei aus Sicherheitsgründen geschlossen, teilte die Gemeinde mit.

Schweizer im Kampf gegen die Schneemassen SN/APA (Keystone)/GIAN EHRENZELLER
Schweizer im Kampf gegen die Schneemassen

Weil in Disentis die höchste Lawinengefahr (Stufe 5) herrschte, wurden zudem die Loipen und auch die Schneeschuh- und Wanderwege aus Sicherheitsgründen gesperrt. Die gebietsweise riesigen Schneemengen führten zudem zur Schließung des Julierpasses zwischen Bivio und Silvaplana. Das Oberengadin war damit auf der Straße von Norden her nicht erreichbar. Die Kantonsstraßen nach Arosa und Lenzerheide durften nur mit Schneeketten befahren werden, ebenfalls der Wolfgangpass nach Davos.

Außerdem aus Sicherheitsgründen gesperrt waren die Ofenpassstrasse sowie die Strasse nach Samnaun. Getrennt hat der Schnee zudem das Engadin. Unterbrochen blieb der Streckenabschnitt zwischen Susch und Brail. Praktisch in ganz Graubünden verriegelt wurde wegen der Lawinengefahr eine größere Zahl von Seitentälern. Auch mehrere weitere Straßen sowie Bahnstrecken waren gesperrt.

Bei der Schneesituation herrschte am Montag eine Art Daueralarm in den Schweizer Bergen. Das Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) in Davos warnte mit der höchsten Stufe 5 "sehr groß" vor Lawinen. Betroffen waren östliche Gebiete des Berner Oberlandes, die Innerschweiz, das Glarnerland und große Teile Graubündens. Daneben bestand praktisch auf dem ganzen Alpenbogen große Lawinengefahr.

Quelle: Apa/Ag.

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