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Schlag gegen italienische Wettmafia: 68 Festnahmen

Im Kampf gegen die italienische Wettmafia sind am Mittwoch 68 Personen festgenommen worden. Dabei handelt es sich um prominente Mitglieder der Mafia im Süden sowie um Unternehmer und Strohmänner. Mehrere Durchsuchungen wurden durchgeführt, dabei wurden im In- und Ausland Bankkonten und Immobilien im Wert von einer Milliarde Euro konfisziert, teilte die Polizei mit.

Im Rahmen der groß angelegten Razzia gegen die italienische Wettmafia sind mehrere Bankkonten und Immobilien im Ausland beschlagnahmt worden, darunter fünf Wohnungen in Wien und in Innsbruck. Dies berichtete die italienische Polizei am Mittwoch. In die Immobilien waren die Einnahmen durch illegale Online-Wetten investiert worden.

Mit dem Erwerb von Immobilien und Unternehmen konnten mafiöse Organisationen die illegalen Wetteinnahmen waschen. Insgesamt wurden bei der Razzia 42 Immobilien und 36 Gesellschaften beschlagnahmt. Die Ermittlungen betreffen auch Inhaber von Informatik-Gesellschaften, die für den Betrieb von Wett-Portalen zuständig sind. Allein im sizilianischen Catania wurden 28 Personen festgenommen und 46 Wettbüros geschlossen.

Anti-Mafia-Oberstaatsanwalt Francesco Cafiero de Raho rief die Politik auf, Maßnahmen zur Bekämpfung der Mafia im Bereich der Glücksspiele und der Wetten zu ergreifen. Er sprach von einem Pakt der mafiösen Organisationen, die sich den Markt der Online-Wetten aufgeteilt hätten.

Die Ermittlungen führte die Staatsanwaltschaft mithilfe von Eurojust sowie der Ermittler mehrerer Länder, darunter Österreich und der Schweiz. Den Festgenommenen wird unter anderem Geldwäsche, illegale Online-Wetten und Steuerhinterziehung vorgeworfen. Die Einnahmen wurden mithilfe von Strohmännern in Immobilien und Gesellschaften im Ausland investiert.

Quelle: APA

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