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Buckelwale voraus!

"Whale Watching".SNuppi war mit an Bord, als vor der Küste der US-Stadt Boston die Meeressäuger beobachtet wurden.

Mit einem lauten Hupen verlässt der Katamaran den Hafen. Die Hochhäuser der amerikanischen Stadt Boston werden immer kleiner. Schon geht es hinaus auf den Atlantik. An Bord wuselt es, Menschen halten ihre Kameras bereit. Nach eineinhalb Stunden Fahrt aufs offene Meer bremst das Boot.

Eine Fontäne zwischen den Wellen kündigt es an: Wir sind im Gebiet der Buckelwale. Möwen fliegen kreischend über dem Meer. Unter ihnen sieht man große Kreise auf der Wasseroberfläche. Woher diese wohl kommen? Die Meeresbiologen an Bord erklären es: Ein Buckelwal taucht bei seiner Futtersuche bis zu 50 Meter tief hinab, dann schwimmt er senkrecht wieder nach oben.

Dabei macht er einen Vorhang, ein sogenanntes Blasen-Netz, aus aufsteigenden Luftblasen. Sein Trick: Damit kreist der Wal Futter aus Krill, einer Krebsart, und Fischen ein. Somit muss er nur noch mit geöffnetem Maul in den Schwarm eintauchen.

Die Möwen wiederum sehen die Kreise von oben und warten nun gemeinsam mit uns darauf, dass eines der großen Meeres-Säugetiere auftaucht. Und schon sieht man den Kopf des ersten Buckelwals, der sein riesiges Maul direkt vor uns öffnet. Das ist die Gelegenheit für die Möwen: Sie stürzen sich auf ihn, um ein kleines Stückchen Fisch, das für sie aus dem Maul herausfallen könnte, zu fangen.

Buckelwale kommen auf der "Stellwagen-Meeresbank", eines der aktivsten Meeresschutzgebiete der Welt, häufig vor. Hier leben mehrere Arten von Großwalen - nicht nur Buckelwale, sondern auch Finnwale, Zwergwale sowie Grindwale und Glattwale.

Wir haben heute besonderes Glück: Immer wieder tauchen Buckelwale neben dem Boot auf und ab. Diese Wal-Art gehört zu den Furchenwalen und kommt häufig in Küstennähe vor. Bis zu 15 Meter lang und 30 Tonnen schwer können sie werden.

Sie sind schnelle Schwimmer und machen akrobatische Sprünge, bei denen sie sich mit dem gesamten Körper aus dem Wasser erheben. Außerdem klatschen sie häufig mit den Flippern (Brustflossen) oder der Fluke (Schwanzflosse) auf die Wasseroberfläche, wodurch laute Knallgeräusche entstehen. Ihren Namen haben sie jedoch von ihrem Tauchverhalten: Beim Abtauchen machen sie jedes Mal einen Buckel. Meist bleiben sie nicht länger als 15 Minuten unter Wasser. "Nil", "Milkyway", "Firefly" und "Geometry" schwimmen heute neugierig um das Boot. Die Meeresforscher haben den Walen diese Namen gegeben und erkennen jeden einzelnen von ihnen.

Der Kapitän startet den Motor wieder und wir treten die Heimfahrt an. Zum Abschied winkt uns ein Buckelwal noch mit der Schwanzflosse, bevor er abtaucht.

Hier gibt's den Artikel als pdf zum Downloaden.

Quelle: SN

Aufgerufen am 23.09.2018 um 03:19 auf https://www.sn.at/panorama/kinder/buckelwale-voraus-39436036

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