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Das Theater der wilden Kerle

Sie treten, sie boxen, sie würgen, sie werfen einander durch die Luft: Wrestler bieten eine harte Show. Im Ring und im Film.

Dwayne Johnson machte mit seinen Muskeln Karriere im Film und im Show-Geschäft. SN/paramount pictures via ap
Dwayne Johnson machte mit seinen Muskeln Karriere im Film und im Show-Geschäft.

Er trägt den Spitznamen "the Rock" - der englische Ausdruck heißt übersetzt "der Felsen". Tatsächlich: Der Kerl ist fast zwei Meter groß. Seine 120 Kilogramm Körpergewicht bestehen fast zur Gänze aus Muskeln. Dieser Bär von einem Mann hat ein freundliches Lächeln, wohnt in den USA und heißt Dwayne Johnson. Und du wirst ihn vielleicht schon einmal in einem Film gesehen haben. Dwayne ist erfolgreicher Schauspieler. Er wirkt in Komödien, Action- und Abenteuerfilmen wie "Jumanji" mit.

Auch vor seiner Filmkarriere war Dwayne bereits Schauspieler. Und dabei holte er sich so manche blaue Flecken und Prellungen. Denn dieses Schauspiel heißt Wrestling (Ringkampf) und die Bühne ist ein Boxring. Dort finden wilde Schaukämpfe statt. Ablauf und Ausgang dieser Kämpfe sind wie Theaterstücke festgelegt. Oft geht es um Gute gegen Böse. Dabei soll alles möglichst echt aussehen. Die Wrestler sollten daher auch etwas Schauspieltalent mitbringen. Schließlich sollen sie sich vor den Kämpfen vermeintlich wütend mit Schimpfworten befetzen. Am besten vor laufender TV-Kamera.

Die Wrestler zeigen dabei ganz harte Sachen wie Tritte und Schläge. Und auch den "bear hug". Das ist schon wieder englisch, denn diese Art Wrestling kommt aus den USA. "Bear hug" heißt Bärenumarmung: Ein Kämpfer umfasst den anderen am Oberkörper und drückt zu - dem anderen bleibt die Luft weg. Auch beim "Bodyslam" (Körperkracher) geht es wild zu: Ein Wrestler hebt den Gegner hoch und lässt ihn mit dem Rücken auf den Ringboden krachen. Beim "Bodysplash" (Körperplantscher) liegt ein Kämpfer mit dem Rücken auf dem Boden. Der andere nimmt von den Seilen Anlauf und lässt sich auf den Bauch des Gegners fallen. Das tut auch beim Zusehen weh …

Wenn du da irgendwann mitmachen will, solltest du dieses Handwerk sorgfältig erlernen. Ohne gnadenlose Fitness geht gar nichts. In Wrestlingschulen lernst du - wie etwa beim Judotraining - zuerst, wie du richtig zu Boden fällst. Krafttraining mit Muskelaufbau gibt dir die "Muckis", den Gegner zu stemmen. Oder Angriffe möglichst unbeschadet zu überstehen.

Trotzdem: Kaum ein Wrestler kommt in seiner Laufbahn ohne Verletzungen davon. Die Kniegelenke sind besonders betroffen, dort tragen viele Kämpfer Bandagen.

Viele US-Amerikaner sind ganz verrückt nach dieser Knochenbrecher-Show - egal ob im Stadion oder im Fernsehen. In der größten Liga, der WWE, geht es jährlich um viele Milliarden Dollar. Der erfolgreichste WWE-Star ist - genau: Dwayne "The Rock" Johnson.

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