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Fasziniert vom Obus

Mehr als hundert Obusse sind in der Stadt Salzburg im Einsatz. Auf Besuch in der Remise in der Alpenstraße.

Ein Obus in Salzburg. SN/neumayr
Ein Obus in Salzburg.

Es riecht nach Öl, Metall und Autoreifen. SNuppi rümpft seine empfindliche Hundenase. Heute erkundet er mit Paul (7) die Obus-Remise in der Alpenstraße - das Zuhause der insgesamt 110 städtischen Obusse.

Tag für Tag rücken sie von dort aus, um dich und viele andere Fahrgäste in Salzburg von einem Ort zum anderen zu bringen. Damit das reibungslos gelingt, müssen die Obusse immer gut in Schuss sein: In der Remise werden kaputte Seitenspiegel repariert, Kratzer neu lackiert oder Reifen gewechselt - und davon brauchen Obusse viele. Jedes Jahr müssen 1000 neue Reifen angeschafft werden!

Am Donnerstag ist für alle Obusse in der Remise Waschtag. Dann fahren sie durch eine eigens für sie gebaute Waschstraße. In nur zwei Minuten ist die Reinigung erledigt. Bei 110 Obussen, die fast alle immer im Einsatz sind, muss das ja blitzschnell gehen.

Paul darf sich sein Lieblingsmodell, den neuesten eObus der Firma Hess, ganz genau ansehen. Das "e" steht für Elektro und heißt, dass der Bus Teilstrecken mit Batteriestrom ganz ohne Oberleitung fahren kann.

Und noch eine Besonderheit: Die großzügigen Radplätze hinten im Bus wurden extra für uns Salzburger gemacht.

Auf jedem Obus ist eine dreistellige Wagennummer zu sehen. Sie beginnt beim neuesten eObus mit der Ziffer 4. Der älteste Bus aus den 50er-Jahren trägt hingegen die Nummer 123.

Ein Obuslenker lernt mit jedem Fahrzeugmodell zu fahren. Paul würde am liebsten jetzt schon ein Obusfahrer sein. Die Ausbildung darf er aber erst mit 21 Jahren beginnen.

Wer weiß, vielleicht will Paul bis dahin nicht nur lenken, sondern die gesamte Flotte durch die Stadt dirigieren. Dann könnte er später ein Disponent in der Leitstelle sein. Die Leitstelle ist wie eine Kommandozentrale. Alle Obusse werden hier auf bis zu drei Meter genau überwacht und auf dem überdimensionalen Bildschirm angezeigt. Der Disponent sieht, welche Wagennummer zu früh oder zu spät dran ist und gibt den Fahrern direkte Anweisungen. Das ist besonders wichtig, wenn es in der Stadt zu Staus kommt. Die Anzeige an der Haltestelle kann auf die Minute genau sagen, wann der nächste Bus da sein wird.


Hier gibt's den Artikel als pdf zum Downloaden.

Quelle: SN

Aufgerufen am 05.04.2020 um 05:27 auf https://www.sn.at/panorama/kinder/fasziniert-vom-obus-81491227

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