Kinder

O pizza mia: Eine Geschichte über ein Lieblingsessen

Kennt ihr irgendwen, der keine Pizza mag? Ich nicht. Im Gegenteil: Die meisten liiiiiieben sie. Nur beim Belag, da scheiden sich die Geister.

Klassische Pizza Margherita – oder darf es auch einmal eine mit süßem Belag sein?  SN/tomsickova - stock.adobe.com
Klassische Pizza Margherita – oder darf es auch einmal eine mit süßem Belag sein?

Schinken obendrauf oder nicht? Mit schön viel Parmesan überbacken oder nur ganz wenig? Lieber Mais und dafür keinen Mozzarella? Und Ananas, ja bitte, oder nein, das passt gar nicht auf die pikante Pizza! Was genau drauf sein muss, darüber können manche sogar streiten. Zum Glück gibt es Hunderte Varianten, wie wir unsere Pizza belegen können.

Angeblich ist in Österreich die absolute Nummer eins die Pizza Salami. Das hat die Firma HelloFresh in einer aktuellen Umfrage herausgefunden. Ich hätte ja eher auf den Klassiker, die Pizza Margherita, getippt. Diese Variante ist nämlich eine der bekanntesten und beliebtesten auf der ganzen Welt. Über ihre Entstehung gibt es eine Legende, die sich hartnäckig hält: Die allererste Pizza Margherita soll in der süditalienischen Stadt Neapel gebacken worden sein. Das war im Juni 1889. König Umberto I. und seine Frau Margherita wollten sich damals Pizza in den Palast bringen lassen. Und ein findiger Bäcker hat seinen Teig mit Zutaten belegt, die die Farben der italienischen Flagge darstellen sollten: grünes Basilikum, weißen Mozzarella und rote Tomaten. Geboren war die Pizza "Margherita".

Zum Glück müssen wir heute nicht extra nach Süditalien fahren, wenn wir eine Pizza essen wollen. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wanderten viele Italiener aus in die ganze Welt. Und mit im Gepäck hatten sie ihre großartigen Pizzarezepte. Die älteste Pizzeria in Österreich gibt es seit 46 Jahren. Der Italiener Pasquale Tavella eröffnete 1975 das "Il Mare" (das bedeutet "das Meer") in Wien. Mittlerweile findet man in jeder Stadt gute Pizzerien, im Tiefkühlregal im Supermarkt kann man die belegte Scheibe als Fertiggericht kaufen und wenn man mal gerade das Haus nicht verlassen will, bestellt man die Lieblingspizza beim Lieferservice.

Wie wäre es denn einmal mit einer selbst belegten süßen Variante? Die echten Pizza-Meisterbäcker würden jetzt zwar verächtlich das Gesicht verziehen, aber die müssen ja nicht weiterlesen.

Also: Wir machen es uns jetzt besonders einfach und verwenden für unsere süße Pizza einen fertigen Teig aus dem Kühlregal. Den breitet ihr auf einem Backblech aus und backt ihn erst einmal laut Anleitung, ganz ohne Belag. Ist das Ganze ausgekühlt, dann streicht ihr statt der Tomatensauce als Basis Nutella auf euren Teig. Der Vorteil davon ist, dass die restlichen Zutaten dann schön haften bleiben und nicht herumkullern. Statt Mozzarella verteilt ihr auf der Schokocreme ein paar Marshmallowstückchen. Nun schiebt ihr das Blech noch einmal für ein bis zwei Minuten in den heißen Ofen - die Marshmallows sollten leicht Farbe bekommen. Statt Schinken oder Salami schnipselt Früchte eurer Wahl: Bananen, Himbeeren, Äpfel - welcher Typ seid ihr? Zum Schluss streut ihr statt Parmesan einfach Nusssplitter über eure süße Pizza.

Buon appetito!

Aufgerufen am 08.05.2021 um 01:12 auf https://www.sn.at/panorama/kinder/o-pizza-mia-eine-geschichte-ueber-ein-lieblingsessen-102801307

Kommentare

Schlagzeilen