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Softwarefirma beschwert sich bei deutschem Kartellamt über Microsoft

Die deutsche Softwarefirma Nextcloud will beim Bundeskartellamt einem Medienbericht zufolge eine Untersuchung gegen Microsoft in die Wege leiten.

Das Unternehmen habe bei den deutschen Kartellwächtern beantragt zu überprüfen, ob Microsoft eine marktbeherrschende Stellung einnimmt, berichtete das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" am Freitag. Microsoft wollte den Bericht nicht kommentieren.

Dem Bericht zufolge nutzt der US-Konzern seine Macht für den Verkauf von Paketlösungen für Microsoft Office. Auch die Kooperationsplattform Teams habe einen erheblichen Marktanteil, genauso wie die Cloud-Lösung OneDrive. Microsoft habe ein "einzigartiges digitales Ökosystem über mehrere strategisch wichtige Märkte im digitalen Sektor" geschaffen, heiße es in dem Schreiben. Dies führe zu einer "schwer angreifbaren Stellung von Microsoft für Wettbewerber". Microsoft missbrauche seine Windows-Monopolstellung, um die eigenen Cloud-Services in den Markt zu drücken, zitierte das Blatt Nextcloud-Gründer Frank Karlitschek.

Das Kartellamt bestätigte den Eingang des Schreibens. "Wir schauen uns die Beschwerde an", sagte ein Sprecher. Die Behörde hatte in der Vergangenheit zahlreiche Online-Riesen ins Visier genommen. Unter anderem untersucht sie Geschäftspraktiken von Google, Amazon und Facebook.

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