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Widerstand im Stiftungsrat: ORF soll zehn Millionen sparen

ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz kämpft mit Gegenwind aus dem Stiftungsrat: Im Finanzausschuss wurde nicht wie üblich empfohlen, das Budget 2019 im Ratsplenum am Donnerstag zu beschließen.

ORF-Chef Wrabetz muss wohl an seinem Budget schrauben. SN/APA/GEORG HOCHMUTH
ORF-Chef Wrabetz muss wohl an seinem Budget schrauben.

Ein Grund war, dass Wrabetz zu zusätzlichen Einsparungen aufgefordert wurde: ÖVP-Freundeskreisleiter Thomas Zach drängt auf mehr Mittel für das Programm. Konkret soll Zach gefordert haben, dass an verschiedenen Stellen in Summe rund zehn Millionen Euro eingespart werden - die dann wiederum in das Programm und Digitalprojekte fließen können. Wrabetz und ORF-Finanzdirektor Andreas Nadler sollen nun an einem neuen Budgetentwurf basteln, wie die SN aus ORF-Kreisen erfahren haben.

Am Donnerstag treten die Stiftungsräte zum letzten Mal dieses Jahr zusammen. Auf der Tagesordnung stehen der Finanzplan 2019, aber auch das Jahressendeschema für die ORF-Sender. Dazu soll erneut über zumindest einen FPÖ-kritischen Tweet von Armin Wolf diskutiert werden: Wolf hatte bekrittelt, dass das von Norbert Hofer geführte Verkehrsministerium Verschärfungen im Führerscheingesetz etwa mit Schummeleien "arabischer Clans" begründet hatte. Dafür gab es prompt eine Schelte von FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker. Wolf möge "seine journalistischen Fähigkeiten hinterfragen", sagte er.

Quelle: SN-Hill, Apa

Aufgerufen am 28.11.2020 um 08:44 auf https://www.sn.at/panorama/medien/widerstand-im-stiftungsrat-orf-soll-zehn-millionen-sparen-62356459

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