Österreich

Abtreibung: Allein eine Frage des Gewissens?

Braucht Österreich eine Statistik über Schwangerschaftsabbrüche oder werden bereits vorliegende Daten von der Politik ignoriert? Martina Kronthaler, Generalsekretärin der Aktion Leben, und der Gynäkologe Christian Fiala im SN-Streitgespräch. Moderiert von Andreas Tröscher.

Martina Kronthaler und Christian Fiala. tröscher SN/tröscher
Martina Kronthaler und Christian Fiala. tröscher

Eine 36-jährige Mutter von zwei Kindern wird abermals schwanger. Es bricht ihr das Herz, aber für ein drittes Kind fehlen ihr sowohl finanzielle Mittel als auch Kraft. Warum soll sie sich dennoch an die Aktion Leben wenden? Kronthaler: Wir merken immer wieder, es mangelt an Informationen über Unterstützungsmöglichkeiten. Vielleicht gibt es ja doch noch Ressourcen. Das macht Raum auf und entspannt die Situation. Ungewollt schwanger zu sein ist eine schwere existenzielle Krise für die Frau, aber es geht schließlich auch um das Leben eines Kindes.

Fiala: Es ist auch einer der intimsten Lebensaspekte, die es gibt. Ein Teil der unterschiedlichen Wahrnehmung zwischen der "Aktion Leben" und Fachkräften, die Frauen betreuen, erklärt sich daraus, dass sich ungewollt schwangere Frauen das suchen, was ihnen am ehesten entspricht. Wir sehen also ganz unterschiedliche Frauen.

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