Österreich

Ruhe vor dem Sturm - am Montag bringt "Sabine" die nächsten Orkanböen nach Österreich

Nach dem Sturmtief "Petra" beschert uns das Hochdruckgebiet "Frank" einen sonnigen Beginn der Semesterferien in Westösterreich. Wintersportlern steht ein gutes Wochenende bevor. Am Montag wird wieder alles anders.

Trübe Aussichten für den Start in die Kalenderwoche 7 des Jahres 2020. SN/APA/BARBARA GINDL
Trübe Aussichten für den Start in die Kalenderwoche 7 des Jahres 2020.

Die Wetterdienste sind sich in ihren Vorhersagen ziemlich einig. Die ZAMG meldet in ihrer Prognose für den kommenden Montag: "Der Wind dreht auf West bis Nordwest, legt kräftig zu und erreicht wieder Sturmstärke." Bei den Niederschlägen soll es so aussehen: "Von Nordwesten her breitet sich zunächst Regen aus, die Schneefallgrenze sinkt von 1500 bis 2000 m am Vormittag auf 700 bis 1200 m am Abend."

Der Wetterdienst Ubiment formuliert die Vorhersage für den Montag am Donnerstag so: "Noch sind es zwar ein paar Tage bis dorthin, die Wettermodelle zeigen aber bereits eine recht große Einigkeit bezüglich eines neuen Sturms am kommenden Montag. Zum Wochenwechsel gerät der Alpenraum nämlich in den Einflussbereich eines kräftigen Tiefs, das von Schottland über die Nordsee nach Skandinavien zieht. Zunächst kommt Sonntagabend und -nacht von Vorarlberg bis ins Mostviertel stürmischer Südföhn auf, dieser wird am Montag von Westwind abgelöst. Dabei kündigen sich im Vorfeld sowie mit Durchzug der Kaltfront des Tiefs an der gesamten Alpennordseite schwere Sturmböen, orkanartige Böen und lokal sogar Orkanböen von bis zu 120 km/h an."

Kommende Woche ziehen wieder Stürme auf. SN/APA (Archiv)/BARBARA GINDL
Kommende Woche ziehen wieder Stürme auf.

Die kommenden Tage sind also quasi die Ruhe vor dem Sturm. Möglich also, dass es dann wieder zu Situationen wie in den vergangenen Tagen kommt.

Das bevorstehende Sturmtief hat von den Meteorologen den Namen "Sabine" bekommen. Dieses am Sonntag voraussichtlich gegen Mittag den Nordwesten Deutschlands treffen. An der Nordseeküste sind nach aktuellen Wettermodellen Orkanböen mit einer Geschwindigkeit von 120 Stundenkilometern zu erwarten.

In den folgenden Stunden zieht das Sturmfeld weiter Richtung Süden. Am Abend wird "Sabine" mit Windstärke elf (103 bis 118 Stundenkilometer) vermutlich die Linie Eifel, Niederrhein, Saarland erreichen und in der zweiten Nachthälfte zum Montag schließlich auch in Bayern und spätestens am Vormittag in Österreich ankommen. Ab der Stärke elf auf der Beaufort-Skala sprechen die Meteorologen von einem orkanartigen Sturm, ab 118 Stundenkilometern (Stärke zwölf) handelt es sich um einen Orkan.

Der Meteorologe Andreas Friedrich vom Deutschen Wetterdienst sagte am Freitag, er erwarte "die gefährlichste Situation mit den höchsten Windspitzen", wenn sich in der Nacht zum Montag erreicht, eine Kaltfront zu dem Orkantief gesellt. Selbst in den Niederungen können Böen dann die Windstärke elf bis zwölf erreichen. Noch heftiger wird sich "Sabine" über den Bergen austoben: Mit 120 bis 150 Stundenkilometern werden die Böen in der Nacht zum Montag über die Gipfel fegen. Eine Vorhersage für den Brocken, den höchsten Gipfel im Harz, gehe sogar von 175 Stundenkilometern aus, sagte Friedrich.

Quelle: SN

Aufgerufen am 27.10.2020 um 01:17 auf https://www.sn.at/panorama/oesterreich/ruhe-vor-dem-sturm-am-montag-bringt-sabine-die-naechsten-orkanboeen-nach-oesterreich-83074849

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