Österreich

So viel Schnee wie nur alle 100 Jahre: Noch ein Meter Schnee erwartet

Vorerst keine Entspannung der Schneesituation melden die Wetterdienste. Erst ab Dienstag soll es besser werden.

Die Lage in den schneereichen Regionen der Nordalpen bleibt angespannt. Für die nächsten Tagen ist noch keine nachhaltige Änderung der Schneesituation in Sicht. Der Wetterdienst Ubimet prognostiziert bis Dienstag nochmals einen weiteren Meter Neuschnee in den Nordalpen, zudem bleibt die Lawinengefahr sehr groß. Eine Änderung der Großwetterlage ist ab Mittwoch in Sicht.
Die Schneewarnungen der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) bleiben aufrecht. Am heutigen Donnerstag schneit es an der Nordseite der Alpen weiter. Am Freitag klingt der Schneefall vorübergehend überall ab, und die Wolken können auflockern. Am Freitag am Abend ziehen von Nordwesten her die nächsten Schneewolken auf und auch am Samstag schneit es in vielen Regionen, mit Schwerpunkt von Vorarlberg bis zum Mostviertel. Die Intensität sollte etwas geringer sein als in den letzten Tagen. Am Sonntag wird der Schneefall von Nordwesten her wieder stärker und hält auch am Montag an. In tiefen Lagen kann es regnen. Von Sonntag bis Montag sind an der Nordseite der Alpen in den Tälern verbreitet 20 cm Neuschnee zu erwarten, in mittleren Lagen um die 50 Zentimeter. Auf den Bergen kann es auch deutlich mehr sein, in der Größenordnung von etwa 100 Zentimeter. Erste Anzeichen einer nachhaltigen Entspannung der Schneesituation gibt es ab Dienstag.

Stellenweise Schneemengen wie nur alle 30 bis 100 Jahre

Betrachtet man die Neuschneesumme der letzten Tage - also die Summe der täglichen Neuschneemenge - haben einige Regionen bereits sehr extreme Werte erreicht. So sind zum Beispiel in Hochfilzen innerhalb der letzten zehn Tage 311 Zentimeter Neuschnee zusammengekommen, in Bad Mitterndorf rund 280 cm, in Seefeld 208 cm, in der Ramsau am Dachstein und in Lofer rund 170 cm. "Grob kann man sagen, dass diese Neuschneemengen selbst im klassischen Nordstau oberhalb von etwa 800 Meter Seehöhe statistisch gesehen nur alle 30 bis 100 Jahre vorkommen. Das gilt vor allem für die Regionen vom Tiroler Unterland über Salzburg bis hin zur Dachstein- und Hochkarregion. Weiter im Westen und Süden sind die Schneemengen auch im Bergland deutlich geringer", sagt Alexander Radlherr von der ZAMG.

Schneehöhen durch Windverfrachtung extrem unterschiedlich

Die höchsten Schneehöhen liegen derzeit nördlich des Alpenhauptkamms. 300 bis 400 Zentimeter hoch ist die Schneedecke stellenweise auf den Bergen im Gebiet vom Arlberg über Hochkönig und Dachstein bis zum Hochkar. Durch die starke Windverfrachtung sind allerdings stellenweise extreme Unterschiede in der Schneehöhe entstanden. Man findet hier völlig abgeblasene Bergrücken genauso wie meterhohe Schneeverwehungen.

Schneelasten auf Gebäuden steigen

Die großen Schneemengen führen zu steigenden Schneelasten auf den Gebäuden. "Bei normgerecht gebauten Gebäuden besteht aber noch keine Gefahr", sagt Schneelast-Experte Michael Winkler von der ZAMG. "In den schneereichen Regionen Österreichs sind zum Beispiel momentan 30 bis 40 Prozent der Normschneelasten erreicht. Bis Dienstag dürften es dann 50 bis 60 Prozent, vereinzelt bis 80 Prozent sein. Das ist so früh im Jahr sehr beachtlich."

Auch mitten in den Ortszentren liegt der Schnee meterhoch, wie dieses Video aus Hof zeigt.

Schneeballett am Flughafen

Auch am Salzburger Flughafen haben die Mitarbeiter ordentlich mit der Schneeräumung zu tun. Wie das im Zeitraffer aussieht, zeigt ein Video.

Quelle: SN

Aufgerufen am 22.09.2019 um 08:44 auf https://www.sn.at/panorama/oesterreich/so-viel-schnee-wie-nur-alle-100-jahre-noch-ein-meter-schnee-erwartet-63846130

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