Österreich

Tipps für das Lernen zu Hause: So gelingt das Home Schooling

Eltern und Schüler sehen sich derzeit vor Herausforderungen gestellt. Das Lernen von zu Hause ist zunächst mühsam, kann aber gelingen. Und gute Nachrichten gibt es für die Betreuung in den Osterferien: Tausende Lehrer meldeten sich bereits freiwillig.

Lernen von zu Hause stellt Schüler und Eltern vor Herausforderungen. SN/APA/ERWIN SCHERIAU
Lernen von zu Hause stellt Schüler und Eltern vor Herausforderungen.

Betreuung in den Ferien: Tausende Lehrende melden sich freiwillig

Die Osterferien nahen und einige Eltern, die wegen der Coronakrise unbedingt arbeiten müssen, sind auf eine Kinderbetreuung angewiesen. Deshalb werden die Kinder über die Osterferien weiter in den Schulen betreut.

Und die Lehrerinnen und Lehrer sind bereit, dabei mitzuziehen. Tausende haben sich bisher freiwillig gemeldet, während der Ferien dafür zur Verfügung zu stehen. Im Bundesland Salzburg hätten sich bisher etwa 1400 Lehrerinnen und Lehrer bereiterklärt, sagt Bildungsdirektor Rudolf Mair. Und das bei 136 Mädchen und Buben, die bisher zur Betreuung angemeldet worden sind. Daran erkenne man, dass Lehrersein nicht nur ein Beruf, sondern auch eine Berufung sei, sagte Mair. Überdies wollten die Pädagogen jenen Menschen helfen, die in Betrieben der kritischen Infrastruktur tätig seien.

Ein ähnliches Bild wie in Salzburg zeigt sich in ganz Österreich. Die Anzahl der Lehrerinnen und Lehrer, die bereit sind, in den Ferien zu helfen, übersteigt bei Weitem die der Kinder, die betreut werden müssen. Bei der Bildungsdirektion in Oberösterreich heißt es, dass man überhaupt kein Problem habe, die Lehrer zu finden. Die konkreten Zahlen werde es am Ende der Woche geben.

So gelingt der Unterricht zu Hause

Dennoch sieht es so aus, als ob die Schule noch längere Zeit ausfallen würde. Maturanten bangen bereits um ihre Abschlussprüfungen. Aber gerade auch Eltern von kleineren Kindern stehen derzeit vor Herausforderungen. Das Home Schooling werde überwiegend gut angelaufen, wie Bildungsminister Heinz Faßmann bei einer Pressekonferenz am Montag vermeldete. Dennoch können die Lehrer nicht ersetzt werden, wie er sagte.. So manche Müter und Väter fragen sich, wie sie den Lernalltag zu Hause besser gestalten können.

Anziehen


Ein Lerntag beginnt damit, dass man sich anzieht und nicht im Pyjama bleibt und anständig frühstückt.

Lernplan


Ein Lernplan ist wichtig, am besten für die ganze Woche. Dort sollte eingetragen werden, wann Lernzeit und wann Freizeit ist. Erwachsene überschätzen oft die Konzentrationsfähigkeit der Kinder. Für Kinder bis zur 2. Volksschulklasse beträgt sie etwa 10 bis 15 Minuten, für Kinder bis zur 4. Klasse 20 Minuten. Zwischen den Lernzeiten kurze Pausen, möglichst ohne Medienkonsum. Wichtig ist es, einen Rhythmus vorzugeben, damit Pausen nicht erst gemacht werden, wenn das Kind erschöpft ist.

Arbeitsplatz


Der Arbeitsplatz der Kinder sollte gut geordnet und alle unnötigen Dinge weggeräumt sein, alles Notwendige sollte in Griffnähe sein, um nicht öfter als nötig den Platz verlassen zu müssen. Auch ein Glas Wasser sollte auf dem Tisch stehen. Handy, Fernseher und Spielsachen sollten außer Sichtweite sein.

Abwechslung


Die Stoffgebiete sollten abwechselnd gelernt werden, wobei sie sich nicht ähnlich sein sollten. Latein und Italienisch hintereinander ist nicht ratsam. Ist die Lernzeit vorbei, dann heißt es unbedingt die Freizeit zu genießen.

Aufgerufen am 02.04.2020 um 05:12 auf https://www.sn.at/panorama/oesterreich/tipps-fuer-das-lernen-zu-hause-so-gelingt-das-home-schooling-85405069

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