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Grazer Studie: Corona-Debatte polarisiert in der Bevölkerung

Das Virus lässt die Wogen hochgehen. SN/APA/AFP/Centers for Disease Control and /LIZABETH MENZIES
Das Virus lässt die Wogen hochgehen.

Wurde das Coronavirus auf die Menschheit losgelassen oder haben wir Pech gehabt? Haben Masken- und Impfpflicht Sinn oder sind es Zwangsmaßnahmen, die die Grundrechte gefährden? Bei diesen Fragen scheiden sich die Geister. Was man im Alltag erleben kann, ist nun auch durch ein gemeinsames Forschungsprojekt der Universität Graz und der TU Graz belegt.

"In den von uns untersuchten Fragen zeigt sich eine starke Polarisierung der Bevölkerung", sagt Markus Hadler, Projektleiter an der Uni Graz. "Etwas mehr als die Hälfte der Befragten glaubt an die natürliche Übertragung des Virus vom Tier auf den Menschen, während ein Drittel der Meinung ist, dass es bewusst vom Menschen im Labor entwickelt wurde", erläutert der Soziologe. Die Forscher haben eine für Internetnutzer repräsentative Stichprobe von 2500 Personen im deutschsprachigen Raum befragt und die zugehörigen Profile von 119 Twitter-Usern aus diesem Sample analysiert.

Facebook-Nutzer denken häufiger, dass das Virus bewusst entwickelt worden sei, während Twitter-User eher an einen natürlichen Ursprung glauben. Eine Impfpflicht und das Tragen von Masken lehnen Facebook-Nutzer tendenziell häufiger ab als Personen, die diese Plattform nicht verwenden. Twitter-User befürworten indes Contact-Tracing und eine Maskenpflicht öfter als die übrigen Befragten.

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