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Welche Coronaimpfstoffe noch in der Pipeline sind

Insgesamt sind 292 Impfstoffkandidaten weltweit in der Entwicklung.

Symbolbild. SN/AP
Symbolbild.

Bisher sind vier Impfstoffe zum Schutz vor einer Covid-Erkrankung hierzulande zugelassen: jene der Firmen AstraZeneca, Biontech/Pfizer, Janssen (Johnson & Johnson) und Moderna. Weltweit wird aber weiter intensiv an weiteren Präparaten geforscht. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO sind mit den genannten aktuell 292 Impfstoffkandidaten in der Entwicklung. Von diesen 292 werden bereits 108 in der klinischen Phase und damit unter Einbindung von Testpersonen erprobt, 184 befinden sich noch in der präklinischen Testphase.

Laut WHO wird bei drei der 108 Kandidaten, die sich in der klinischen Phase befinden, eine orale Verabreichung erprobt. Bei 91 wird wie bei den bisher zugelassenen an einer Verabreichung per Injektion geforscht. Beim Dosierungsschema teilt sich die Gesamtsumme wie folgt auf: Bei 16 ist eine Einmaldosis in Erprobung, bei 70 eine zweimalige und bei einem Impfstoffkandidaten eine dreimalige Dosis. Für die restlichen 21 liegen der WHO diesbezüglich keine genaueren Daten vor.

Neben den bereits bekannten drei Technologien, des inaktivierten Virus, der Vektor- und mRNA-Technologie, wird bei den 292 Projekten noch an weiteren Mechanismen geforscht. Darunter sind etwa Impfungen, die auf Protein-Untereinheiten oder auf DNA basieren, oder solche, die mit lebenden, aber stark abgeschwächten und damit ungefährlichen Viren arbeiten.

Der Vorteil der unterschiedlichen Impfstofftechnologien liege darin, dass damit schneller auf eine Pandemie reagiert werden könne, schreibt die freiwillige Interessenvertretung der österreichischen Pharmaindustrie (Pharmig) in einer Aussendung.

Kommen neue Viren oder weitere Mutationen auf, ist eine flexiblere Bekämpfung möglich, wenn auf bereits bestehendem Wissen aufgebaut werden kann und lediglich einzelne Faktoren eines Impfstoffs ausgetauscht werden müssen. Das sei einer der Gründe, weshalb in weniger als einem Jahr bereits erste Impfstoffe verfügbar gewesen seien, ergänzt die Pharmig. Auch die Gefahr von Produktionsengpässen könne reduziert werden, wenn Impfstoffe auf unterschiedlichen Technologien basierten.

Aufgerufen am 05.08.2021 um 03:22 auf https://www.sn.at/panorama/wissen/welche-coronaimpfstoffe-noch-in-der-pipeline-sind-106906294

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