Innenpolitik

Erstes ORF-"Sommergespräch": Alle lieben Tobias Pötzelsberger

Nach dem ersten ORF-"Sommergespräch" gibt es Diskussionen über die Aussagen der Liste Jetzt-Parteichefin Maria Stern auf Twitter. Dennoch: In den Sozialen Netzwerken steht eine andere Person im Rampenlicht, nämlich ORF-Moderator Tobias Pötzelsberger.

Am Dienstagabend gingen die ORF-"Sommergespräche" mit Maria Stern, Parteichefin der Liste Jetzt, in die erste Runde. Neu ist dieses Jahr nicht nur die Lokalität mit Grillenzirpen und Kerzenschein, sondern auch der Moderator. Seit dem Ibiza-Skandal genießt Tobias Pötzelsberger Aufmerksamkeit sowie Beleibtheit. Vor allem in den Sozialen Medien sorgt das neue Gesicht des ORF für Gesprächsstoff.

Die neue Lokalität mit romantischem Flair hinterlässt bei den Twitter-Nutzern vor dem Fernseher offenbar bleibenden Eindruck. Und ruft Assoziationen hervor.

Aber nicht nur Bild, sondern auch Worte schaffen Raum für Diskussion im Netz. Konkret sind damit die Aussagen des Interviewgastes zu Themen wie politischer Islam oder Wählerfang im FPÖ-Pool mithilfe des neuen Online-Mediums "ZackZack" gemeint.

Zu den Themen Wahlen und Einzug ins Parlament lässt Stern die Zuseher und Pötzelsberger wissen, dass bei einer Schwankungsbreite von 4,5 Prozent ja ohnehin die Möglichkeit bestünde, in den Nationalrat einzuziehen. Bei der anschließenden Analyse des "Sommergesprächs" widerlegt Politkwissenschaftler Peter Filzmaier diese Behauptung und fügt hinzu: Frau Stern hätte Nachhilfe in Sachen Statistik und Datenauswertung dringend nötig. Auch Twitter-Nutzer lassen diese Aussage nicht unkommentiert.

Trotz aller Professionalität, die die Sozial Media Community beim ORF-Moderator feststellte: Manche non-verbale Reaktion konnte sich Pötzelsberger offenbar nicht verkneifen.

Fest steht: Für einige Twitter-Nutzer scheint die Wahlentscheidung nach diesem ersten "Sommergespräch" schon gefallen zu sein.

Trotz alledem: Es finden sich auch positive Stimmen zum Interview auf Twitter. Besonders die angenehme Gesprächsatmosphäre schätzen die Zuseher offenbar.

Trotz inhaltlich interessanten Äußerungen der Jetzt-Parteichefin geht aus dem Gespräch vor allem einer als Superstar hervor: der Moderator. Tobias Pötzelsberger wird von allen Richtungen in den höchsten Tönen gelobt. Von der Aufforderung, der ORF-Journalist solle selbst für den Nationalrat kandidieren, bis hin zu Wünschen nach einer Verabredung ist alles dabei.

Das erste "Sommergespräch" 2019 schauten durchschnittlich 609.000 Zuseher. Im Vorjahr schalteten beim ersten Gespräch, geführt mit Listengründer Peter Pilz, 591.000 Menschen ein. Damals präsentierten ORF-Innenpolitikchef Hans Bürger und "ZiB"-Moderatorin Nadja Bernhard die Sendung. Der Marktanteil lag 2018 sowie 2019 bei 22 Prozent.

Quelle: SN

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