Innenpolitik

Steiermark-Wahl: Unaufgeregter Wahlkampf ohne Höhepunkte

In der letzten Woche des steirischen Landtagswahlkampfes dürfte auch nicht mehr der große Aufreger kommen - und in den Wochen seit dem Beschluss zur vorgezogenen Wahl durch ÖVP, FPÖ und Grüne war es auch eher ruhig. Thematische stürzten sich alle Parteien bis auf die FPÖ auf das Thema Klimawandel, gefolgt von Jobs, Infrastruktur, Bildung und - vor allem von den Blauen propagiert - Sicherheit.

Der Wahlkampf in der Steiermark verlief ohne große Aufreger SN/APA/ERWIN SCHERIAU
Der Wahlkampf in der Steiermark verlief ohne große Aufreger

Die ÖVP hatte verkündet, ganz im Sinne von Sparsamkeit den Wahlkampf nur knapp einen Monat lang führen zu wollen. LH Hermann Schützenhöfer hatte tatsächlich erst Anfang November mit dem Wahlkämpfen für den Urnengang am 24. November begonnen - unterstützt von ÖVP-Chef Sebastian Kurz beim Auftakt auf der Grazer Messe und zwei Tage später das ÖVP-Programm für die nächsten fünf Jahre vorgestellt.

Beinahe unmittelbar nach dem de facto Koalitionsende war hingegen die SPÖ losgestartet, LHStv. Michael Schickhofer entfaltete eine umfassende Aktivität aus Touren im Land, Hausbesuchen und einer Art Wiedereinführung des von seinem Vorgänger Franz Voves abgeschafften Pressefoyers nach der Regierungssitzung. In dem Foyer präsentierte er Woche für Woche eine Fülle von Vorschlägen in allen Themenbereichen. Hatte Schickhofer anfangs noch Schützenhöfer wegen des von ihm sogenannten "Wortbruchs " attackiert, so wurde das Verhältnis zuletzt wieder etwas besser.

Die FPÖ beging ihren Auftakt zum Intensivwahlkampf in der letzten Oktoberwoche in Leoben, zur Unterstützung kam Norbert Hofer, im November war Ex-Innenminister Herbert Kickl als "Wahlhelfer" für Spitzenmann Mario Kunasek in Gleisdorf. Im Wahlkampf versuchten die Freiheitlichen mit viel Aufwand und Mühe das Thema Sicherheit und Migration anzuheizen, zu allen möglichen Gelegenheiten, auch mit einer Landtagssondersitzung und dringlichen Anfragen - diese wurden vornehmlich an "Lieblingsfeindin" Doris Kampus, die Soziallandesrätin, gerichtet.

Recht entspannt gingen es die Grünen an, die angesichts der Bundessituation und des allgemeinem Trends zu ihrer Partei wegen des Klimathemas auf Zugewinne hoffen dürfen. Die steirischen Ökos stiegen mit ihrer schon seit Jänner fest stehenden Spitzenkandidatin Sandra Krautwaschl Ende Oktober in den Wahlkampf ein - Plakate und Themen widmeten sich allen möglichen Klimaaspekten.

Relativ früh legten auch die steirischen Kommunisten mit ihrer Landeskonferenz als Auftakt Anfang Oktober los, die sich bei jeder Landtagswahl seit 2005 Sorgen um den Verbleib machen müssen. Spitzenkandidatin und Klubchefin Claudia Klimt-Weithaler und ihr Team setzten auf persönliche Kontakte in den Bezirken und die Themen Soziales, Arbeit und Wohnen.

NEOS starteten erst in der zweiten Novemberwoche, dafür unterstützt von Bundeschefin Beate Meinl-Reisinger. Spitzenmann Niko Swatek setzte seither vor allem auf die pinken Kernthemen Bildung, Kontrolle und Transparenz sowie

Quelle: APA

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