Innenpolitik

Stichwort: Mauthausen

Das Konzentrationslager Mauthausen war Teil der Vernichtungsmaschinerie des NS-Staates. Vor 75 Jahren wurde es befreit.

Vernichtung

Insgesamt 200.000 Gefangene, wovon 100.000 die Torturen nicht überlebten - das war Mauthausen, das größte Konzentrationslager des NS-Staates auf österreichischem Boden. Die Häftlinge, die meist wegen ihrer politischen Einstellung oder ihrer Nationalität inhaftiert waren, wurden teils durch gezielte Erschießung oder Giftgas ermordet. Tausende starben an den Haftbedingungen oder wurden von den Wärtern erschlagen. In den Steinbrüchen wurden Häftlinge systematisch zu Tode geschunden. Teilweise mussten sie, drangsaliert von den Schlägen der Wache, 50 Kilogramm schwere Steine über eine hohe Stiege ins Lager schleppen. "Vernichtung durch Arbeit" hieß das im Nazi-Jargon.

Befreiung

Am 3. Mai 1945 flohen die letzten SS-Angehörigen aus dem Lager. Am 5. Mai traf ein Spähtrupp der US-Armee ein, am darauffolgenden Tag befreien Einheiten der
3. US Army etwa 40.000 Gefangene endgültig, heißt es auf der Webpage der Gedenkstätte Mauthausen. Die Soldaten fanden Hunderte Leichen von KZ-Gefangenen vor, die in den Tagen vor der Befreiung gestorben waren. Tausende waren derart geschwächt und gesundheitlich angegriffen, dass sie in den Wochen und Monaten nach der Befreiung starben.

Im Parlament findet am Dienstag eine Gedenkfeier statt
(ORF 2, 11.30 Uhr).

Quelle: SN

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