Innenpolitik

Von neuer Corona-Arbeitsstiftung sollen vor allem Frauen profitieren

Arbeitsministerin Christine Aschbacher und Frauenministerin Susanne Raab (beide ÖVP) gaben am Dienstagvormittag eine Pressekonferenz mit dem Titel "Maßnahmen für Frauen am Arbeitsmarkt". Sie kündigten eine neue Arbeitsstiftung an - und versuchten, Müttern und Vätern die Sorge vor dem Schulbeginn im Herbst zu nehmen.

Frauenministerin Susanne Raab sagte, die Frauenperspektive werde von der Regierung bei allen Coronapaketen immer mitgedacht. "In der zweiten Phase arbeiten wir an zwei Zielen: Erstens, es darf keinen Rückschritt für die Frauen am Arbeitsmarkt geben. Und zweitens, die Frauen, die jetzt ihren Job verloren haben, sollen wieder einen äquivalenten Job bekommen. Das Dritte, wir wollen in Hinblick auf den Schulbeginn im Herbst Mehrfachbelastungen für Frauen vermeiden." Mögliche Schulschließungen sollten nur punktuell und kurzfristig sein, darauf sollten sich die Mütter - und Väter - verlassen können. Zudem müssten die Schulen grundsätzlich offen sein für Kinder, die Betreuung brauchten.

Im Herbst soll die neue Corona-Arbeitsstiftung kommen, die einen zentralen Frauenschwerpunkt hat. 700 Millionen sollen fließen, 100.000 Arbeitssuchende insgesamt unterstützt werden. Der Hintergrund: Die Frauenarbeitslosigkeit ist auf hohem Niveau, "arbeitslose Frauen sollen schnell in den Arbeitsmarkt integriert werden", so Raab. Zudem sollten die Chancen genützt werden, dass Frauen in der Coronaphase besser qualifiziert werden. Wichtig sei, Frauen in technische, mathematische und naturwissenschaftliche Branchen zu bringen, um auch letztlich die Einkommensschere zu verringern. "Frauen sollen von dieser Stiftung überproportional profitieren."

Arbeitsministerin Christine Aschbacher ruft Interessierte auf, mit dem AMS Kontakt aufzunehmen. Es gebe ein "Upskilling", also in eine vertiefende Struktur einzusteigen wie Digitalisierung, dann gebe es die Möglichkeit Umschulung für einen Jobwechsel sowie mittelfristige Schulungen mit Fachkräftestipendien beispielsweise im Pflege- oder erneuerbarem Energiebereich. "Wir kombinieren die Corona-Arbeitsstiftung mit verschiedenen Praktika, es soll die Möglichkeit geben mit "Training on the job". "Klares Ziel ist, wir tun gemeinsam alles, um neue Arbeitsplätze zu schaffen."

Quelle: SN

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