Innenpolitik

Wolfgang Klinger wird neuer FPÖ-Landesrat in Oberösterreich

Wolfgang Klinger wird wie erwartet neuer FPÖ-Landesrat in Oberösterreich. Landesparteichef LHStv. Manfred Haimbuchner hat ihn am Dienstag in einer Pressekonferenz offiziell präsentiert. Er folgt dem am Montag zurückgetretenen Elmar Podgorschek nach.

Klinger ist Landesobmann des Ringes Freiheitlicher Wirtschaftstreibender in Oberösterreich und sitzt seit 2016 im Nationalrat. Davor war er mehrere Jahre lang Landtagsabgeordneter in Oberösterreich. Seit 2003 ist er Bürgermeister der Marktgemeinde Gaspoltshofen (Bezirk Grieskirchen). Der 60-Jährige betreibt ein Transportunternehmen und - gemeinsam mit seiner Frau - ein Gasthaus.

Der Rücktritt von Podgorschek war für den oberösterreichischen Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) Bedingung für die Fortführung der Regierungszusammenarbeit mit der FPÖ gewesen. Podgorschek hatte - wie auf einem vor etwa einem Jahr aufgetauchten Video zu sehen ist - in einer Rede vor der AfD u.a. über die "Neutralisierung des ORF" und politische Postenbesetzungen gesprochen und war deshalb seit längerem im Fokus der Kritik gestanden.

Klinger wird voraussichtlich am Donnerstag im Landtag abgelobt. Er soll die Agenden von Elmar Podgorschek unverändert übernehmen. Dazu gehören neben Krisen- und Katastrophenschutzmanagement, Feuerwehrwesen und Gemeindeaufsicht u.a. auch Grund- und Trinkwasserwirtschaft und Staatsbürgerschaft.

Anders als bei seinem Wechsel vom oberösterreichischen Landtag in den Nationalrat 2016 habe er diesmal eine rasche Entscheidung getroffen, erzählte er in einer Pressekonferenz am Dienstag. Landesparteichef LHStv. Manfred Haimbuchner habe ihn erst Montagnachmittag angerufen und gefragt, ob er die Funktion übernehme.

Er freue sich auf eine "spannende Aufgabe", so Klinger. Sein Ziel sei, dass die Menschen einmal sagen werden: "Der hat das ordentlich gemacht."

Quelle: APA

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