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Nationalratswahl 2019

Bundesland Salzburg: Erdrutschsieg für die ÖVP

Volkspartei jubelt über 47,6 Prozent im Bundesland Salzburg. 2007 waren es 37,7 Prozent gewesen. SPÖ und FPÖ verlieren, Grüne und Neos legen zu.

Erdrutschsieg für die ÖVP in Salzburg, die Volkspartei legt um knapp zehn Prozentpunkte zu. Die SPÖ verliert 5,7 Prozentpunkte und landet bei 16,5. Die Freiheitlichen büßen 10,9 Prozentpunkte ein und landen bei 13,6 Prozent. Zweiter Wahlgewinner sind die Grünen -- sie erreichen 11,8 Prozent (+ 7,7 Prozentpunkte). Die Neos erreichen 7,9 Prozent, ein Plus von 2,2 Prozentpunkten. Die Liste Jetzt landet bei 1,6 Prozent (-1,9 Prozentpunkte).

Der Salzburger ÖVP-Chef Landeshauptmann Wilfried Haslauer schrieb den heutigen Erfolg seiner Partei eindeutig Parteichef Sebastian Kurz zu. "Die Menschen wollen ihn klar weiter als Bundeskanzler haben." Zu möglichen Koalitionen hielt sich Haslauer bedeckt. Es sei zu erwarten, dass Kurz mit der Regierungsbildung beauftragt wird, "aber natürlich werde ich heute keine Koalitionsansage machen. Ich bin mir sicher, Sebastian Kurz wird das Richtige tun".

Haslauer: "Damit habe ich nicht gerechnet"

Zum Ergebnis in seinem Bundesland meinte Haslauer, man habe gehofft, vielleicht einen 4er vorne zu sehen, dass es letztlich 47,5 Prozent geworden sind, damit habe man nicht gerechnet, "das ist weit über unserem Ergebnis bei der EU-Wahl".

Freut sich über das Plus der Neos: Sepp Schellhorn.  SN/robert ratzer
Freut sich über das Plus der Neos: Sepp Schellhorn.

Der Salzburger NEOS-Landessprecher Abg. Sepp Schellhorn sprach gegenüber der APA vom "besten Ergebnis, das eine liberale Partei in Österreich jemals erzielt hat". Er sei sehr glücklich vom Abschneiden sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene (jeweils knapp unter 8 Prozent). Die Frage einer Regierungsbeteiligung von NEOS stelle sich nach dem heutigen Tag nicht mehr, weil sich eine Zweier-Koalition mit der ÖVP und einem Partner ausgeht. Seine Partei werde sich daher weiterhin als starke Opposition im Parlament einbringen.

Heinrich Schellhorn: "Ein fulminantes Comeback"

Für Namensvetter LHStv. Heinrich Schellhorn, seit eineinhalb Jahren Landessprecher der Salzburger Grünen, ist das "fulminante Comeback" ein klares Signal: "Die Menschen wollen beim Klimaschutzpolitik endlich Taten und nicht mehr nur salbungsvolle Worte hören."

Grüne Wahlsieger: Astrid Rössler mit Heinrich Schellhorn. SN/Stefanie Schenker
Grüne Wahlsieger: Astrid Rössler mit Heinrich Schellhorn.

Mit Astrid Rössler stand bei dieser Wahl Schellhorns Vorgängerin (als Landessprecherin und LHStv.) an der Spitze der Landesliste. "Mit ihr schickt Salzburg seine stärkste und glaubwürdige Stimme für den Klimaschutz nach Wien", so Schellhorn. Auch Schellhorn ließ die Koalitionsfrage offen, diese sei verfrüht. Inhaltlich müssten aber viele Fragen geklärt werden, es würde auch einen starken Kurswechsel für die ÖVP bedeuten.

Die Wahlbeteiligung im Bundesland liegt bei 75,7 Prozent. Auszählungsstand: 99,5 Prozent, Schwankungsbreite: +-0,1 Prozent.

Quelle: SN/Apa

Aufgerufen am 28.10.2020 um 04:04 auf https://www.sn.at/politik/nationalratswahl-2019/bundesland-salzburg-erdrutschsieg-fuer-die-oevp-76941328

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