Weltpolitik

Desmond Tutu: Gott weint angesichts des Zündlers Donald Trump

Der südafrikanische Friedensnobelpreiträger Desmond Tutu hat die Jerusalem-Entscheidung der US-Regierung in scharfen Worten verurteilt.

 SN/AP

"Gott weint wegen der zündlerischen und diskriminierenden Anerkennung von Jerusalem als Hauptstadt Israels durch Präsident Donald Trump", erklärte der frühere Erzbischof von Kapstadt am Donnerstag.

Wenn Gottes Kinder Fehler machten, greife Gott nicht direkt ein, sondern vertraue darauf, dass es allen Menschen gegeben sei, falsch und richtig zu unterscheiden, sagte der 86-jährige frühere Anti-Apartheidkämpfer. "Es ist unsere Verantwortung, Herrn Trump zu sagen, dass er unrecht hat." Gott diskriminiere nicht - das gelte für Christen ebenso wie für Muslime, Juden und andere Religionen, und auch für Nationen.

Trump hatte am Mittwoch erklärt, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen und die US-Botschaft dorthin verlegen zu lassen. Israel beansprucht ganz Jerusalem als seine unteilbare Hauptstadt. Dieser Anspruch wird aber international nicht anerkannt. Israel hatte 1967 den arabischen Ostteil der Stadt erobert und später annektiert. Die Palästinenser sehen in Ost-Jerusalem die künftige Hauptstadt eines unabhängigen Palästinenserstaates.

Quelle: Dpa

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