Weltpolitik

Mehrere deutsche Ermittlungsverfahren zu Spionage für Iran

Nach der Festnahme eines Bundeswehr-Beraters unter Spionageverdacht hat die deutsche Bundesregierung sich einem Medienbericht zufolge beim Iran beschwert. Der Fall sei am Dienstag bei einem Gespräch im Auswärtigen Amt mit dem Geschäftsträger der iranischen Botschaft "unmissverständlich angesprochen" worden, berichtete der "Spiegel" am Mittwoch.

Deutsch-Afghane soll spioniert haben SN/APA (dpa)/ULI DECK
Deutsch-Afghane soll spioniert haben

Es sei "große Sorge über die mutmaßliche Agententätigkeit zum Ausdruck gebracht" worden, hieß es demnach aus dem Außenamt. Ein 50-jähriger Deutsch-Afghane war am Dienstag im Rheinland unter dem Verdacht festgenommen worden, in seiner Tätigkeit als Sprachauswerter und landeskundlicher Berater der Bundeswehr für den iranischen Geheimdienst spioniert zu haben. Dem "Spiegel" zufolge gelang die Enttarnung des Mannes durch einen Hinweis eines ausländischen Nachrichtendienstes.

Der Militärische Abschirmdienst (MAD) habe im Frühjahr 2017 die Warnung erhalten, dass die iranischen Geheimdienste einen Informanten in der Bundeswehr führten. Ins Visier gerückt sei der Mann dann vor allem durch seine Reisebewegungen, da er regelmäßig zeitgleich mit einem namentlich bekannten Führungsoffizier des iranischen Geheimdienstes in bestimmte Städte in der EU reiste.

Quelle: Apa/Ag.

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