Weltpolitik

Mutmaßlicher Hintermann der Paris-Anschläge getötet

Ein mutmaßlicher Hintermann der Anschläge vom November 2015 in Paris ist in Syrien getötet worden: Der französische Jihadist Fabien Clain starb bei einem Luftangriff der internationalen Koalition gegen die Miliz Islamischer Staat (IS), wie es am Donnerstag unter anderem vonseiten der Sicherheitskräfte in Paris hieß.

Die Sicherheitskräfte bestätigten damit einen Bericht des Radiosenders France Inter. Demnach wurde Clains Bruder Jean-Michel bei dem Angriff auf die letzte IS-Bastion im Dorf Baghus schwer verletzt.

Die beiden Brüder wurden seit Juni von Frankreich per Haftbefehl gesucht. Die Ermittler werfen ihnen eine Beteiligung an den Anschlägen vom November 2015 mit 130 Toten vor. Fabien Clain galt in Frankreich als "Stimme" der IS-Miliz, weil er nach Erkenntnis der Ermittler die Bekennerbotschaft für die Anschläge gesprochen hatte. Sein Bruder Jean-Michel sang demnach im Hintergrund ein islamistisches Kampflied.

Fabien Clain und sein Bruder waren zum Islam konvertiert und sollen sich um das Jahr 2000 herum radikalisiert haben. Fabien Clain wurde 2009 wegen Rekrutierung von Jihadisten in Frankreich zu fünf Jahren Haft verurteilt. Nach seiner Freilassung reiste er wie sein Bruder nach Syrien aus und schloss sich dort dem IS an.

Quelle: Apa/Ag

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