Weltpolitik

Suche nach Vermissten nach Unglück vor Lampedusa geht weiter

Nach dem Flüchtlingsdrama vor Lampedusa mit mindestens 13 Todesopfern haben Rettungseinheiten am Dienstag die Suche nach weiteren Vermissten fortgesetzt. Laut Angaben der 22 Überlebenden befanden sich insgesamt 50 Migranten an Bord des gekenterten Bootes. Zu den Vermissten zählt auch ein Schlepper, berichteten italienische Medien.

Die Suchaktion mit Hubschraubern wurde von der Wetterlage erschwert. Hohe Wellen und starker Wind bremsten die Arbeit der Rettungseinheiten. Der Bürgermeister von Lampedusa, Salvatore Martello, beklagte, dass die Insel im Umgang mit den Bootsflüchtlingen im Stich gelassen worden sei.

Das Migrantenboot hatte in Tunesien abgelegt. An Bord waren demnach Tunesier, sowie Menschen aus der Subsahara-Region. Wegen des Seegangs und weil die plötzliche Bewegung der Menschen an Bord es aus dem Gleichgewicht brachte, kenterte das Boot in der Nacht auf Montag. 22 Überlebende wurden gerettet, 13 Frauen wurden tot geborgen.

Erst am vergangenen Donnerstag hatten die Bewohner der Insel wieder der Toten eines großen Unglücks gedacht: 2013 sank ein Schiff vor der Küste, mehr als 360 Migranten starben dabei.

Quelle: APA

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