Weltpolitik

Türkische Armee tötet mehr als 40 kurdische Kämpfer im Nordirak

Das türkische Militär geht massiv gegen militante Kurden im Norden des Nachbarlandes Irak vor. Im Rahmen der "Operation Klaue", die vor knapp zwei Wochen begann, seien "43 PKK-Terroristen neutralisiert" worden, teilte das türkische Verteidigungsministerium am Samstag mit. Sie wurden in der Region Hakurk getötet oder verletzt. Das Militär setzte Artillerie, Kampfflugzeuge sowie Spezialkräfte ein.

Minen und Sprengsätze der Militanten seien zerstört, Unterstände unbrauchbar gemacht sowie Waffen und Munition sichergestellt worden, teilte das Verteidigungsministerium mit. Ressortchef Hulusi Akar sagte, der Einsatz werde in der Region fortgeführt, bis "der letzte Terrorist neutralisiert ist".

Die Türkei sieht in den Kurden-Milizen im Irak und in Syrien Verbündete der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK, die in der Türkei seit Jahrzehnten für mehr Autonomie kämpft. Die irakische Regierung hat in der Vergangenheit wiederholt gegen Einsätze des türkischen Militärs auf ihrem Hoheitsgebiet protestiert. Die PKK wird von der Türkei als Terrororganisation eingestuft und ist auch in Deutschland verboten.

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