ARABISCHE EMIRATE

5 Gründe, die für eine Reise nach Ras Al Khaimah sprechen

Videos & Insider-Tipps von einem ziemlich unbekannten Mini-Land: Das Emirat Ras Al Khaimah (auf Deutsch "Zeltspitze") ist kleiner als Osttirol und im Gegensatz zu Dubai oder Abu Dhabi hierzulande kaum bekannt.

Ich habe das Wüsten-Land bereist und jede Menge spannende Erlebnisse genossen, die der österreichische Orient-Spezialist und Ras Al Khaimah-Kenner Richard Senft von enjoy reisen und die Ras Al Khaimah Tourism Development Authority für mich organisiert haben: außergewöhnliche Hotels, erstaunlich viel Natur, kaum Hochhäuser, eine relaxte Hauptstadt mit einigen Sehenswürdigkeiten und - ein waghalsiges Abenteuer auf der längsten Zip-Line der Welt - als "lebende Gondel" bin ich auf dem höchsten Berg der Emirate mit 150 km/h 2,8 Kilometer in die Tiefe geschwebt!



BERNIE'S BILDER

Bernhard M. Wieland und Claudius RajchlMeinen Kurztrip in das unbekannte Emirat Ras Al Khaimah habe ich gemeinsam mit meinem Kameramann Bernhard M. Wieland unternommen. Hier ein paar Schnappschüsse, die während des Drehs entstanden sind:





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1. Tolle Strände, super Hotels

Badefans und Sonnenanbeter kommen in Ras Al Khaimah mit feinen, gepflegten Sandstränden - teilweise mit Malediven-Flair - auf ihre Kosten. Wie in Dubai haben die Emirati auch hier feine Strandzonen errichtet, etwa auf Marjan Island oder in Al Hamra, wo das mächtigste Hotel des Emirats thront - das Waldorf Astoria.

Wer hier wie ich ein paar Tage verbringt, wird wie ein Scheich verwöhnt. Schon der bombastische Eingang macht Eindruck.

Vom luxuriösen Wüstenhotel mit uneinsehbarem Privatpool mit Blick auf die Wüste bis zum Ultra-All-Inclusive-Resort speziell für Familien reicht die Palette der Hotels.

Viele Hotels bieten neben hervorragender internationaler Küche auch zahlreiche Aktivitäten an - von Wüstentouren bis Kinderprogramm, von der Falkenshow bis zum Kamelritt.

Mehr dazu in meinen Hoteltipps

2. Natur pur: Mangroven, Flamingos, Perlenzüchter


Man möchte meinen, ein Wüstenland wie Ras Al Khaimah besteht nur aus Sand, Gestein, vereinzelten Palmen und künstlichen Hotelwelten. Ein Ausflug in die Lagune am Fuße des Hajar Gebirges hat mich eines Besseren belehrt. Mit einem Ausflugsboot tuckern wir gemächlich durch die Mangrovenlandschaft, begleitet von friedlichem Vogelgezwitscher. Linkerhand geht die Wüstenlandschaft nahtlos ins Meer über: Kamele suchen im Wüstensand nach essbaren Überraschungen. Vor uns stapft eine Flamingo-Kolonie, ehe sie sich sicherheitshalber in die Lüfte erhebt - Szenen wie im "Universum"-Film, die man anderswo mit hunderten Touristen teilen müsste. Hier im weitgehend unbekannten Emirat sind wir allein mit diesen Erlebnissen. Ein toller Ausflugstipp von enjoy Reisen.

Ein weiteres Highlight in der Lagune ist die Perlenzucht von Abdullah Al Suwaidi, der Austern vor allem wegen der Perlen züchtet. Auf der schwimmenden Farm erfahre ich, wie die Austern mit winzigen Fremdkörpern geimpft werden und sich so in 80 Prozent der Fälle Perlen bilden. In einem Aquarium darf ich selbst mein Glück mit einer Auster versuchen. Ob ich fündig geworden bin, verrate ich im Video. Dort erfahren Sie auch, wie der Wert einer Perle geschätzt wird.

Orient-Spezialist Richard Senft von enjoy reisen weiß in seinem Blog von einem abendlichen Wüstenabenteuer zu berichten, das ich selbst leider nicht erleben konnte. Lesen Sie hier.


3. Mittelalterliche Klimaanlage in der entspannten City


Die gleichnamige Hauptstadt von Ras al Khaimah ist im Vegleich zu Dubai herrlich entspannt. Statt gigantomanischer Wolkenkratzer ragen hier nur vereinzelt Hochhäuser aus dem Boden. Wir sehen hier typisch orientalische Stadtviertel, eine gemütliche Uferpromenade mit Cafés, nette Lokale - und eine adrette Altstadt. Im ehemaligen Fort der Scheichfamilie ist heute das Nationalmuseum untergebracht, in dem der deutsche Archäologe Christian Velde arbeitet und mich zu den Highlights führt - zu alten Schätzen, einem riesigen "Sombrero", der die Speisen vor Fliegen schützen sollte - und vor allem in einen begehbaren Windturm mit schönen holzgeschnitzten Türen. "Das ist eine natürliche Klimaanlage und brachte Erleichterung an heißen Sommertagen", erklärt mir Christian. Tatsächlich geht in dem von allen Seiten offenen Turm ständig ein angenehmes Lüftchen. Wie das aussieht, sehen Sie im Video.


4. Sicher und relaxt durch den Wüstenstaat


Im einzigen Ultra-All-inclusive-Resort von Ras Al Khaimah, dem Rixos Bab Al Bahr, treffe ich den in Deutschland aufgewachsenen Hotelmanager Baran Bekmez. "Die Emirate und im Besonderen Ras Al Khaimah sind eines der sichersten Länder der Welt", betont Baran. "Und im Gegensatz zu manchen anderen orientalischen Ländern extrem weltoffen und westlich orientiert." Das liegt auch daran, dass die meisten Bewohner des Landes keine Emiratis sind, sondern aus aller Herren Länder stammen, auch deutschsprachige Ausländer arbeiten hier, unter anderem im Tourismus. Im Bikini baden und am Strand einen alkoholischen Drink genießen ist in Ras Al Khaimah kein Problem, was nicht in jedem Emirat möglich ist. Wobei Alkohol in den Hotels seinen stolzen Preis hat: Umgerechnet 16 Euro kann ein großes Bier locker kosten. Auf der Ferien-Insel Marjan Island habe ich eine günstigere Alternative entdeckt: einen kleinen "Liquor Shop", bei dem eine Flasche europäisches Bier oder Wein kaum teurer als in Österreich ist.


5. Als lebende Gondel auf der längsten Zipline der Welt


"Dieses Abenteuer musst du unbedingt wagen", empfiehlt mir Richard Senft von enjoy reisen vor meiner Abreise eindringlich. "Wenn du dich einmal dazu überwunden hast, ist es immer wieder ein Erlebnis!"
Auf dem höchsten Berg der Emirate, dem Jebel Jais (1800 m), befindet sich die längste Zipline der Welt. So eine Art Flying Fox, wie es sie in heimischen Klettergärten gibt: Seile, an denen man an Karabinerhaken ins Tal gleiten kann. Nur viel viel länger und viel viel höher als im Klettergarten. Beim Anblick der "Bergstation" fällt mir sofort die Dachstein-Seilbahn ein, die ohne einzigen Zwischenpfeiler vom Gletscher ins Tal führt.
Da stehe ich nun also, ausgestattet mit einer dicken Schutzschürze, mehreren Karabinerhaken, Sturzhelm, GoPro am Kopf und - Haarnetz unterm Helm. Vermutlich damit mein schütteres Haupthaar nicht zerzaust wird.
Eine Action-Cam bekommt übrigens jeder Wagemutige aufgesetzt, damit er den einmaligen Flug aufnehmen und seinen Lieben daheim schicken kann. Die Speicherkarte mit den Aufnahmen darf man mitnehmen.
Eine kurze Instruktion, der Puls steigt, schon werde ich buchstäblich in Schieflage gebracht und aufs Seil gehängt. Ich fühle mich wie eine Seilbahn. "Are you ready?" ruft der Zipline-Mitarbeiter. "Jaaaaa!" schreit die aufgeregte "Gondel" - und los geht's. 2,8 Kilometer in die Tiefe! Mit 150 km/h!!! - Wie ich das er- und überlebt habe, sehen Sie im Video.
Auf dem Jebel Jais locken auch noch weniger aufregende Abenteuer - von Klettern, Biken und Wandern bis zum kleinen Eislaufplatz. Der ist für österreichische Begriffe mehr ein Gag, aber mit toller Aussicht auf die Berge.


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3 Reiseexperten über das Ras Al Khaimah


Mehr Infos:
Visit Ras Al Khaimah
enjoyRasAlKhaimah

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Experten-Tipps und Wissenswertes für Ihren Ras Al Khaimah Urlaub

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Aufgerufen am 05.12.2019 um 09:42 auf https://www.sn.at/rajchl-reist/arabische-emirate-5-gruende-die-fuer-eine-reise-nach-ras-al-khaimah-sprechen-65568997