SLOWENIEN

Unbekanntes Slowenien: Was es mit dem "Busen-Käse" von Kamnik auf sich hat

Videos & Insider-Tipps: 7 Highlights aus dem Umland der Hauptstadt Laibach (Ljubljana).

Kamnik: 7 Reise-Tipps aus dem Umland von Ljubljana (Laibach)

Videos & Insider-Tipps von einem Natur- und Genussparadies nahe der slowenischen Hauptstadt Laibach (Ljubljana), etwa drei Autostunden von Salzburg entfernt.

Wenn Sie schon in Laibach (Ljubljana) gewesen sind, wird Ihnen dort diese Mischung aus österreichischer Vertrautheit, mediterranem Lebensgefühl und der besonderen slowenischen Note aus Gastfreundschaft, köstlichen Speisen, hervorragenden Weinen und entspannter Lebensfreude gefallen haben. Diesen Mix habe ich jetzt auch im Umland von Ljubljana entdeckt - in der Region Kamnik südlich der Steiner Alpen. Das beliebte Ausflugsgebiet der Slowenen ist ein Paradies für Wanderer, Naturliebhaber und Genießer. Hier meine sieben Insider-Tipps:

1. Hochalm Velika Planina: Zum "Busenkäse" von Kamnik

Mit der Seilbahn und einem Sessellift unternehme ich eine Zeitreise zu den Kuhhirten der Steiner Alpen. Ein bequemer Start für einen Genusswanderer wie mich. Wer den Aufstieg liebt, kann natürlich auch zu Fuß auf die Hochalm wandern.

Schon die Aussicht auf die teils bewaldeten, teils schroffen Berge ringsum erfreut mein Herz. Über saftig grüne Wiesen geht es hügelig vorbei an Almen mit Kühen und Hühnern. Heimatgefühle werden wach - aber es gibt auch Unbekanntes zu entdecken. Nina Irt vom Tourismusverband Kamnik führt mich ins Almdorf der Hirten - eine der letzten erhalten gebliebenen Hirtensiedlungen Europas. Hier werden Traditionen hoch gehalten, noch immer nehmen Menschen hier ein karges Leben in Kauf, um in der warmen Jahreszeit die Almen fast wie in alten Zeiten zu bewirtschaften. Auch der typische Hirtenkäse Trnič wird hier produziert, der im Volksmund auch "Busenkäse" genannt wird.

Tatsächlich hat dieses Parmesan-ähnliche Milchprodukt die Form weiblicher Brüste und wird traditionell paarweise hergestellt. Warum dieser Käse Auswirkungen auf das Liebesleben der Hirten hat, verrate ich im Video.

Man kann in einigen dieser traditionellen Almhütten auch übernachten. Ich kehre im Almrestaurant Zeleni Rob ein und werde dort mit Krainer Wurst und Štrukli, dem berühmten slowenischen Topfenstrudel, verwöhnt, den es in süßen und salzigen Variationen gibt. Ich genieße ihn süß mit köstlich frischen Beeren.

Etwas irritiert wandere ich später an Wegweisern vorbei, die darauf hinweisen, dass es mindestens drei "Dome" auf der Alm gibt. Haben die Slowenen etwa überdimensionierte Kirchen ins Almenland gestellt?! - Mitnichten. "Dom" heißt auf slowenisch so viel wie "Heim", der Weg führt mich zu den Berghütten von Alojz Ovijac. Bei einem Bier erzählt mir der Hüttenwirt, dass er nur drei, vier Mal im Jahr die Velika Planina verlässt, um ins Tal zu fahren, und dass ihm hier oben nichts abgeht. "Es ist einfach schön hier, überhaupt wenn die Tagestouristen die Alm verlassen haben."

Diesen Romantik-Effekt genieße ich auch: Den Sonnenuntergang quasi allein am Berg zu genießen, das hat schon was. Ich nächtige in einem Zimmer der Domzalski Hütte - einfach, aber gemütlich eingerichtet.

Info: www.velikaplanina
domzalskidom.si

2. Slovenia Eco Resort: Schöner Wohnen mit Hirten-Flair und feinen Spare Ribs


Von außen sehen die Bungalows des Slovenia Eco Resort aus wie die Almhütten von Velika Planina. Aber innen bieten die Holzferienhäuser jeden Komfort.

"Alles hier ist bio", versichert Betreiber und Bauunternehmer Matjaz Zorman. An einem Fluss, umgeben von Wäldern hat er sich hier seinen Traum von einer Ferienanlage verwirklicht. Das Resort verfügt über Pools, einen kleinen Strand am Fluss, einen Aussichtsturm und ein feines Grillrestaurant, wo mir Matjaz" Sohn hervorragende Spare Ribs zubereitet. "Die würzen wir mit 13 verschiedenen Gewürzen, dann grillen wir sie fünf bis sechs Stunden lang." Herrlich g'schmackig und mürbe!

Das Slovenia Eco Resort ist ein idealer Ausgangspunkt für Radtouren, Wanderungen und Entdeckungen in der Region Kamnik und Ljubljana.

Info: sloveniaecoresort.com


3. Arboretum Volčji Potok: Rosenpracht und Riesenwale

Im größten botanischen Garten Sloweniens hätte ich locker einen ganzen Tag verbringen können. Auf einer Fläche, die so groß ist wie 80 Fußballfelder, gedeihen rund 2.500 verschiedene Pflanzenarten. Im Mittelpunkt steht der Rosenpark, wo ich auch österreichische Exemplare entdecke - etwa die "Mozart Rose". Auch ein kleiner Prachtgarten erinnert an unsere barocken Pflanzenmeisterwerke der Habsburger. Allerdings steht im Arboretum heute kein Barockschlösschen mehr, sondern nur eine Plane mit dem Fotoaufdruck des leider im 2. Weltkrieg zerstörten Gebäudes.

Dafür kann die Parkanlage auch mit Kuriositäten aufwarten: zum Beispiel einer Dinosaurier-Ausstellung, mit Walen in Originalgröße oder "verkehrten" Häusern, die imposant in der Landschaft stehen. Für Kinder gibt es zahlreiche Spielplätze. Ein kleines Café bietet Imbisse an. Besucher können aber auch ein Picknick mit regionalen Köstlichkeiten ordern.

Ein Besuch lohnt sich das ganze Jahr über, besonders üppig ist die Blütenpracht naturgemäß im Frühjahr.

Info: www.arboretum-vp.si

4. Therme Snovik: Wellness & Kneippen im Wald


Wer Wellness mit Natur-Entdeckungen kombinieren will, findet in der höchst gelegenen Therme Sloveniens, der Therme Snovik, ein ideales Refugium. Die Therme eignet sich für einen Tagesaufenthalt ebenso wie für einen mehrtägigen Wellnessurlaub. Dafür stehen sehr gemütliche Bungalows direkt oberhalb der Therme zur Verfügung.

Neben In- und Outdoor-Pools gibt es hier auch Wasserrutschen und - Kuren in Sloweniens erstem Kneipp-Zentrum. Geboten werden etwa Barfuß-Parcours, Massagen, Kneippbecken u.v.m.

Neben der absolut ruhigen Lage inmitten eines Waldes sind die mehr als moderaten Preise ein gutes Argument: Der Thermentageseintritt kostet für Erwachsene ab 14 Euro, für Kinder ab 11 €. Physiotherapie-Behandlungen kosten zwischen zehn und 30 Euro. Doppelzimmer mit Halbpension und Thermen-Eintritt gibt es schon ab 128 €.


Info: www.terme-snovik.si

5. Naturheilpark Tunjice: Glamping mit Anti-Stress-Effekt


Im beschaulichen Ort Tunjice am Fuß der Steiner Alpen zeigen mir Katja und Bostjan Jelovcan ihr Naturparadies, wo die Gäste Luxus-Camping in Holzbungalows mit Riesenfenstern in die Landschaft genießen - und neue Lebensenergie tanken können. Dafür bietet Katja in ihrem Naturheilpark einen Mix aus Energie-Analyse, Bewegungstherapien, Entspannungsübungen, Heilwasser und "Regenerationskammer" an.

"Unsere Anwendungen haben wohltuende Wirkung etwa bei Kopf- und Rückenschmerzen, Stress und Erschöpfungszuständen", erklärt Katja. "Die Wirkung ist wissenschaftlich bewiesen."

Und so hat meine Schnupper-Therapie funktioniert: Zuerst misst Katja über ein computer-gesteuertes Gerät, in das ich meine Finger ablege, mein Körper-Energiefeld und stellt so "Lücken" fest, die es zu behandeln gilt. Dann erstellt sie einen individuellen Therapieplan. Im Energie-Garten zeigt sie mir danach Entspannungs- und Muskelübungen, ehe ich in der Regenerationskammer lande. Ich lege mich in die Röhre, die wenig später zu vibrieren beginnt. Abwechselnd wird der Raum in blaues, rotes und grünes Licht getaucht. Schließlich tritt angenehmer warmer Dampf in die Röhre, und zuletzt tropisch anmutender Regen. Ist zumindest überaus angenehm und entspannend.

Im Video-Interview erläutert Katja erläutert die Wirkung der Regenerationskammer.


Info: www.zdravilnigaj.si

6. Altstadt von Kamnik: Burg, Schloss und Thonet-Sessel


Die mittelalterliche Altstadt von Kamnik ist ein beschaulicher Ort, wo von Frühjahr bis Herbst sehr oft Veranstaltungen stattfinden. Es gibt ein reges kulturelles Leben. Die Stadt kann gleich mit zwei Burgen aufwarten. Im Schloss Zaprice (auf Deutsch: Schloss Steinbüchel) besuche ich ein spannendes Museum, das mir nicht nur weitere Einblicke in das Hirtenleben auf Velika Planina beschert, sondern auch mit einer Überraschung aufwartet: die berühmten Thonet-Sessel, die aus traditionellen österreichischen Kaffeehäusern nicht weg zu denken sind, wurden zum Teil auch in einer Fabrik in Kamnik hergestellt. Ein eigener Ausstellungsraum ist der Herstellung der berühmten Möbel aus gebogenem Holz gewidmet.

Info: www.muzej-kamnik-on.net

7. Geschmäcker von Kamnik: "Fürst-Gulasch" und Hausmannskost fein kredenzt


Auch für Gourmets ist Kamnik eine Reise wert, wie ich mich überzeugen konnte. Im Tal des Flusses Kamniška Bistrica (das übrigens ein Naturparadies für Radfahrer und Wanderer ist) wurde ich sogar im wahrsten Sinne des Wortes fürstlich bewirtet. Auf einer steinernen Festtagstafel mitten im Wald unweit des Orglice-Wasserfalls, die an ein Picknick des steirischen Erzherzogs Karl II. erinnert. Ihm und seiner Gefolgschaft kredenzten die gastfreundlichen Kamniker hier ein delikates Wild-Gulasch, das heute unter dem Namen "Fürstgulasch" Eingang in die "Geschmäcker von Kamnik" gefunden hat. Unter diesem Begriff lockt die Region zu Verkostungen typischer regionaler Produkte - vom "Busenkäse" Trnič bis zur Tuhinj-Forelle. Eine süße Sünde sind etwa Kloštrska kremšnita, die Kloster-Cremeschnitten des Ursulinenklosters in Mekinje.

Das mehrfach ausgezeichnete Restaurant Repnik bringt die Spezialitäten von Kamnik mit Top-Qualität als kulinarische Gesamtkunstwerke auf den Teller. Gemütliche Gasthaus-Atmosphäre und ein gepflegter Gastgarten erwarten die Gäste. Ich habe auch in der zum Gasthaus gehörenden Pension übernachtet - die Zimmer sind in modernem Design, und das Frühstück üppig und fein wie die Küche vom Repnik.


Info: www.gostilna-repnik.si
Weitere Kulinarik-Infos: www.visitkamnik.com

Mehr Infos:
www.visitkamnik.com
www.slovenia.info

(Entgeltliche Einschaltung)

REISEN WIE RAJCHL
Experten-Tipps und Wissenswertes für Ihre Reise nach Kamnik

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