Chronik

40 Einbrüche auf Baustellen: Vier Rumänen fassten in Salzburg Haftstrafen aus

Die Angeklagten im Alter zwischen 21 und 25 Jahren knackten in der Stadt Salzburg, im Flachgau, Tennengau und auch in Oberösterreich serienweise Baustellencontainer.

Symbolbild.  SN/APA/HERBERT PFARRHOFER
Symbolbild.

Weil sie laut Anklage von Oktober 2020 bis zu ihrer Verhaftung am 18. Dezember 2020, also in nicht einmal zwei Monaten, knapp 40 Einbrüche auf Baustellen verübt hatten, mussten sich am Montag vier junge Rumänen (21 bis 25 Jahre alt) am Landesgericht Salzburg verantworten.

Das Quartett, alle vier kommen aus demselben Ort in Rumänien, brach demnach in der Stadt Salzburg und im Flach- und Tennengau, aber auch in Oberösterreich in unterschiedlicher Besetzung nächtens serienweise Baustellencontainer auf. Beute: diverses, teils hochwertiges Werkzeug wie etwa Bohrmaschinen und Winkelschleifer, aber auch Laptops; sogar Baupläne ließen die Täter aus den Containern mitgehen. Inkriminierter Gesamtschaden: wohl mehr als 100.000 Euro. "Die Angeklagten haben sich mit weiteren, gesondert verfolgten Mittätern zu einer kriminellen Vereinigung zusammengeschlossen, um bei uns gezielt Baustelleneinbrüche zu verüben. Die Beute wurde nach Rumänien verbracht und dort verkauft", betonte Staatsanwalt Alexander Winkler.

SN-Bericht von Anfang Dezember 2020:

Vor dem Schöffensenat (Vorsitz: Richterin Madeleine Vilsecker) zeigte sich das Quartett großteils voll geständig. Zusätzlich bemerkenswert: Drei Angeklagte waren bereits im März 2021 für sieben weitere gleichgelagerte Einbrüche, die sie ebenfalls im nun anklagegegenständlichen Tatzeitraum verübt hatten, am Landesgericht Salzburg verurteilt worden. Das Trio - 24, 23 und 21 Jahre alt - hatte damals teilbedingte Haftstrafen zwischen 15 und 20 Monaten erhalten, davon wurden bei einem Angeklagten fünf Monate und bei den zwei anderen je sechs Monate unbedingt ausgesprochen.

Im Fall des besagten Trios verhängte das Gericht im jetzigen Prozess Zusatzstrafen zu den damaligen Verurteilungen in Höhe von zwei Mal zehn sowie ein Mal 16 Monaten nun jeweils gänzlich unbedingter Haft. Der Viertangeklagte wiederum, er war noch unbescholten, wurde zu 15 Monaten unbedingter Haft verurteilt. Einzig in seinem Fall ist das Urteil noch nicht rechtskräftig.

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