Chronik

Ansturm auf die Stadt Salzburg legte erneut den Verkehr lahm

Das Regenwetter lockte auch am Donnerstag Scharen von Touristen in die Stadt. Rund um das Zentrum kam der Verkehr zum Erliegen.

Es ist ein Bild wie aus den Sommermonaten vor Corona: Stau, entnervte Einheimische und gestresste Gäste. Nachdem der Ansturm von Touristen und Fußballfans schon am Mittwoch den Verkehr in der Stadt Salzburg lahmgelegt hatte, ging auch am Donnerstag phasenweise nichts mehr. Vor allem rund um die Altstadt bildeten sich schon am Vormittag lange Staus, weil Gäste von außerhalb den regnerischen Tag für einen Ausflug nach Salzburg nutzten. Die Garagen waren auch am Nachmittag bis auf den letzten Platz besetzt, vor den Einfahrten bildeten sich Autoschlangen.

Um genau solche Szenarien zu verhindern und die Altstadt verkehrsmäßig zu entlasten, hatte die Stadt im Juli 2019 Shuttlebusse eingeführt, die Gäste vom Messezentrum zum Hanuschplatz in der Altstadt fahren. 3000 Parkplätze stehen dort zur Verfügung. Im Juli und August parken Tagesgäste dort gratis, die Fahrt mit dem Shuttlebus kostet für Erwachsene drei Euro, Kinder bezahlen zwei Euro.
"Am Mittwoch sind 429 Fahrgäste mit dem Altstadtshuttle in die Stadt gefahren", sagt Alexander Reich, Büroleiter von Vizebürgermeisterin Barbara Unterkofler (ÖVP). Das seien um 44 Prozent mehr als im Tagesschnitt. Demnach waren zu den Betriebszeiten 2019 täglich rund 297 Gäste mit dem Shuttle unterwegs. Im Coronajahr 2020 waren es 159.

"Es gibt jedes Jahr drei bis vier extreme Tage, an denen man die Verkehrssituation nicht in den Griff bekommt, da kann man tun, was man will", sagt Reich. Dazu gehöre etwa auch der Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober. Am Mittwoch seien mehrere Faktoren zusammengekommen: das Regenwetter, das Fußballspiel von Red Bull Salzburg gegen den FC Barcelona, die Grenzkontrollen sowie die Baustellen auf der A10 und zwei Unfälle in der Stadt Salzburg. Das anhaltende Regenwetter habe auch am Donnerstag viele Gäste zu einem Besuch in der Stadt bewogen.

Seien die Autos erst einmal in der Stadt, lasse sich auch durch die Schaltung der Ampeln kein entlastender Effekt erzielen. Gegen 17 Uhr habe sich die Situation in der Stadt bereits wesentlich entspannt, sagt Reich.

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