Chronik

Ausnahmezustand am Rudolfskai: Die Stadt sucht eine Lösung

Auf der Salzburger Partymeile Rudolfskai eskalierte die Lage in der Nacht von Samstag auf Sonntag. Nach einer Schlägerei wurden Polizisten attackiert, erst nach Stunden kehrte wieder Ruhe ein. Es gab vier Verletzte, darunter ein Polizeibeamter.

Es war der Türsteher eines Lokals am Salzburger Rudolfskai, der am Sonntag gegen 1.30 Uhr die Polizei verständigte: Am Kai sei eine Rauferei im Gange. Sofort waren zwei Polizeistreifen zur Stelle, die mit Flaschenwürfen empfangen wurden. "Die Situation war äußerst geladen, die Beamten wurden mit weiteren Gegenständen beworfen", berichtete Polizeisprecher Hans Wolfgruber. Die Polizisten hätten zwei Mal Pfefferspray einsetzen müssen, um zwei der Rowdys festnehmen zu können.

Die Situation schien weiter zu eskalieren. "Die Beamten haben sich mit den beiden Festgenommenen zurückziehen und Verstärkung anfordern müssen", so der Polizeisprecher. Wenig später standen 50 Polizisten, darunter Beamte der Sondereinheit Cobra mit Schutzschilden im Einsatz. Auch diese wurden mit Glasflaschen beworfen, ein Polizist getroffen und am Ellbogen verletzt. In Folge konnten die Polizeikräfte drei weitere Rowdys festnehmen. "Es handelt sich um einen 15-jährigen Serben sowie vier Österreicher im Alter von 16, 17, 19 und 23 Jahren", berichtete Hans Wolfgruber. Wenig später erließ der Behörden-Journaldienst der Polizei für den Bereich ein Platzverbot, um die Situation zu beruhigen. Schrittweise wurde ein Lokal nach dem anderen geräumt und die vielen Schaulustigen weggewiesen. Ebenso gesperrt werden musste die mit Scherben übersäte Straße bis der Räumdienst des Magistrats den Unrat beseitigt hatte. In Summe versorgte das Rote Kreuz vier Verletzte, die im Spital behandelt werden mussten.

"Wir müssen noch zahlreichen Videoaufzeichnungen, auch jene von den Body-Cams der Beamten, auswerten, um festzustellen, warum es zu diesen Ausschreitungen gekommen ist", sagte der Polizeisprecher.

Bürgermeister Harald Preuner wird am Montag die Polizei zu einem Gespräch treffen, wie er versicherte. "Ich will wissen, was genau passiert ist und wie wir gemeinsam in Zukunft solche Vorfälle verhindern können", so Preuner. FPÖ-Landesparteiobfrau Marlene Svazek forderte bereits Schwerpunktkontrollen und mehr Polizeipräsenz. Zudem trage das Rauchverbot in den Lokalen weitere Konflikte vermehrt auf die Straße, so Svazek

Aufgerufen am 17.01.2022 um 11:11 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/ausnahmezustand-am-rudolfskai-die-stadt-sucht-eine-loesung-78639166

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