Chronik

Bad Hofgastein: Lebensgefährlicher Einsatz der Bergretter für Snowboarder

Höchste Lawinengefahr, höchstes Risiko - in Bad Hofgastein musste die Bergrettung einen heiklen Einsatz für einen im freien Gelände feststeckenden Snowboarder durchführen.

Donnerstagnachmittag war ein 40-jähriger Urlauber aus Polen mit seinem Snowboard von der Kaserebenbahn im Skigebiet Angertal (Bad Hofgastein) talwärts unterwegs. Dabei verließ er den organisierten Pistenbereich und fuhr zum Tiefschneefahren in einen angrenzenden Wald. Dort konnte er schließlich aufgrund der Schneelage nicht weiter ins Tal abfahren.

Der Mann alarmierte um 15:20 Uhr die Bergretter und übermittelte den Einsatzkräften der Bergrettung seinen genauen Standort mittels GPS Daten. Er steckte in einem etwa 40-50 Grad steilen Hand abseits der Pisten fest.

"Wir wussten von Beginn an, wo der Pole war", schildert Norbert Trigler, der Einsatz- und Ortsstellenleiter von der Bergrettung Bad Hofgastein die prekäre Situation: "Wir haben dem Mann erklärt, dass er aufgrund der Lawinengefahr keinesfalls weiterfahren dürfe. Außerdem sind dort überall gut 50 Meter hohe und eisige Felsabbrüche. Aber in dieses stark lawinengefährdete Gebiet konnte ich meine Einsatzkräfte nicht einfach so reinschicken."

Deshalb wählten die Bergretter einen anderen Zugang zum Gebiet über einen gegenüberliegenden Hang. Trigler: "Wir steckten beim Auf- und Abstieg dort teilweise bis zur Brust im Schnee fest. Wir haben dem Snowboarder dann Schneeschuhe angezogen und für ihn Spuren ausgetreten. Doch das Gelände war steil und mit Felsabbrüchen durchsetzt. Wir mussten Seilversicherung machen, was aber auch aufgrund der Schneehöhe eine große Herausforderung war."

Unter widrigsten Bedingungen konnte der Mann schließlich nach über vier Stunden sicher ins Tal gebracht werden.

Video: Was kostet ein Rettungseinsatz?

Quelle: SN

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