Chronik

Coronavirus: Sieben Schulklassen in Salzburg binnen zwei Tagen in Quarantäne

Die in Zusammenhang mit Coronavirus-Infektionen verordneten Quarantäne-Maßnahmen an Salzburger Schulen mussten am Montag auf eine weitere Klasse ausgeweitet werden. Und auch die Zahl der Infizierten rund um die Red-Bull-Akademie (Cluster E) steigt an.

Symbolbild. SN/Stefanie Schenker
Symbolbild.

In der Stadt Salzburg gibt es weitere Covid-Fälle an Schulen. Am Sonntag verhängte die Gesundheitsbehörde der Stadt Salzburg über sechs weitere Klassen aus verschiedenen Schulen eine Quarantäne. In einem Fall sind nicht nur Schüler und Lehrer betroffen, sondern auch die Eltern: Eine Mutter hatte ihre Tochter am ersten Schultag zum Schulcampus Mirabell begleitet. Wie sich später herausstellte, waren Mutter und Tochter zu dem Zeitpunkt bereits mit dem Coronavirus infiziert.

Die Gesundheitsbehörde der Stadt verhängte nun über die Schüler und alle anderen Eltern, die die Erstklassler begleitet hatten, eine Quarantäne. Von Absonderungsmaßnahmen sind zudem drei Klassen des BG Zaunergasse und zwei Klassen des ABZ St. Josef betroffen.

Und am Montag meldeten die Behörden den nächsten Fall: Eine weitere Schulklasse (die insgesamt dreizehnte) muss samt Lehrerpersonal coronabedingt per Verordnung verkehrsbeschränkt werden. Es handelt sich um die Klasse 2 SP der Handelsschule II Salzburg in der Johann-Brunauer-Straße im Stadtteil Lehen.

Cluster E - bereits 35 Infizierte

In Zusammenhang mit dem Cluster E gab die Stadt Salzburg am Montagabend bekannt, dass bereits 35 Personen positiv getestet worden seien. Dies betrifft die Red-Bull-Akademie in Salzburg-Liefering. Eine Eishockey-Nachwuchsmannschaft des Clubs hatte sich bei einer Testspielreise in Tschechien angesteckt. Am Freitag der Vorwoche meldeten die Behörden zunächst 28 positive Fälle.

Die Gesamtanzahl der mit SARS-CoV-2 Infizierten in der Stadt Salzburg stieg mit Stand 21. September 2020 somit auf insgesamt 119 Personen.

Nachdem im Kindergarten Stadt in Saalfelden eine zweite Pädagogin positiv auf SARS-CoV-2 getestet wurde und weitere Verdachtsfälle vorliegen, hat die Gesundheitsbehörde der Bezirkshauptmannschaft Zell am See am Sonntag angeordnet, dass der Kindergarten vorläufig geschlossen werden muss.

Bundesheer unterstützt Stadt Salzburg

Um den großen Aufwand rund um das Erfassen der Kontaktpersonen von Infizierten zu bewältigen, hat die Stadt Salzburg den Assistenzeinsatz des Bundesheeres verlängert. Zehn Soldaten werden die Gesundheitsbehörde weiterhin unterstützen.

Die Stadt Salzburg denkt zudem über weitere Verschärfungen nach: Bevor die neuen Coronamaßnahmen bundesweit am Montag in Kraft traten, haben viele Jugendliche am Wochenende in Lokalen am Rudolfskai bis 1 Uhr noch gefeiert. Bgm. Harald Preuner (ÖVP) sagte am Sonntag, dass man die Sperrstunde gern auf Mitternacht vorverlegen würde. Allerdings fehle dazu noch die gesetzliche Handhabe.

Diese soll demnächst im Parlament zur Beschlussfassung vorliegen. "Nach allem, was ich am Wochenende am Rudolfskai gesehen habe, müssen wir diesen Schritt setzen und die Sperrstunde vorverlegen." So rasch wie möglich werden Polizei und Magistrat gemeinsam die Einhaltung der Sperrstunde kontrollieren, nachdem es Hinweise gebe, dass derzeit auch nach 1 Uhr weitergefeiert werde, sagt Preuner.

Quelle: SN

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