Chronik

Das Kaiserwetter am Sonntag brachte wieder ein Verkehrschaos auf der Gaisbergspitze

Die Bürgerliste fordert jetzt einschneidende Maßnahmen: In einem ersten Schritt soll die Straße bei Schönwetter ab der Zistel für den Individualverkehr gesperrt werden. Mittelfristig denkt Gemeinderat Lukas Uitz an eine Gaisbergmaut.

Schönwetter und Wochenende: Das ist die Mischung, die auf der Gaisbergspitze in Salzburg regelmäßig zu einem Verkehrschaos führt. Das war am Sonntag nicht anders - trotz der verbesserten Busverbindungen zum günstigen Preis. Die Busse der Linie 151 brachten die Fahrgäste alle 45 Minuten vom Mirabellplatz auf die Spitze des Salzburger Hausbergs. Das Ticket kostet hin und retour 3,80 Euro - weniger als die Hälfte des üblichen Preises. Senioren zahlen 3,00 Euro.

"Der Busshuttle scheint für viele keine Alternative zu sein"

Doch offenbar führt auch dieses Angebot nicht zum gewünschten Erfolg. Gemeinderat Lukas Uitz: "Ein Busshuttle scheint für viele keine Alternative zu sein, solange sie gleichzeitig auch gratis mit dem Auto fahren und parken können. Daran hat auch der verbesserte Takt und Preis nicht viel geändert. Es ist absurd! Die Leute im Auto geben sich zum Teil gegenseitig die Schuld. Sie regen sich auf, dass auch so viele andere mit dem Auto gekommen sind und alles blockieren."

"Ein verkehrsberuhigter Gaisberg ist längst überfällig"

Uitz spricht sich klar für eine Zufahrtsregelung am Gaisberg aus. "Derzeit haben wir keine Lösung. Jeder darf fahren, wie er will. Deshalb kommen auch viele mit dem Auto und erzeugen die wöchentliche Blechlawine. Die Situation ist für keinen wirklich befriedigend. Das Auto ist ein massiver Störfaktor im Naherholungsgebiet am Gaisberg. Ein verkehrsberuhigter Gaisberg ist längst überfällig. Das können wir sofort umsetzen." Uitz fordert als ersten Schritt einen autofreien Gaisberg bei Schönwetter ab der Zistelalm.

Mittelfristig denkt die Bürgerliste an eine Gaisbergmaut

Mittelfristig spricht sich Uitz für eine Gaisbergmaut aus - ähnlich jener auf den Trattberg, das Rossfeld, den Spielberg oder die Postalm. Eine solche Maut hätte einen eindeutigen Lenkungseffekt, sagt er. Mit den Einnahmen könnte man zudem einen Gratis-Busshuttle anbieten und den Gaisberg für die Salzburgerinnen und Salzburger attraktiv erreichbar halten. So hätte jeder etwas davon.

Sperre in Guggenthal hat wieder nicht stattgefunden

Verärgert zeigt sich Uitz darüber, dass die von Bürgermeister Harald Preuner bei Überlastung angekündigte Sperre in Guggenthal auch dieses Wochenende nicht stattgefunden hat. "Die Polizei kontrolliert seit Jahren nur halbherzig und wenn, dann erst, wenn bereits alles verstopft ist. Es ist offenkundig, dass die Kontrolle hier nicht funktioniert. Wir brauchen endlich effektivere Maßnahmen."

Quelle: SN

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