Chronik

Der Wolf könnte bald wieder in Salzburg auftauchen

Der Wolfsbeauftragte des Landes, Hubert Stock, informiert die Nutztierhalter in den Bezirken über das Wolfsmanagement und Herdenschutz.

Junge Wölfe müssen die Rudel verlassen und legen auf der Suche nach einem neuen Revier oft große Strecken zurück. SN/apa (dpa)
Junge Wölfe müssen die Rudel verlassen und legen auf der Suche nach einem neuen Revier oft große Strecken zurück.

Vor einigen Tagen hat vermutlich ein Wolf Schafe im steirischen Bezirk Murau nahe der Salzburger Landesgrenze gerissen. "Der Wolf könnte sich mittlerweile schon in Salzburg befinden", sagt Hubert Stock, der Wolfsbeauftragte des Landes. Auch, wenn er in eine andere Richtung weitergezogen ist, müsse man damit rechnen, dass in den nächsten Wochen wieder ein Wolf in Salzburg auftauche. Denn bei den Wolfsrudeln wird sich bald Nachwuchs einstellen. Dann müssen die ein- bis zweijährigen Jungtiere das Rudel verlassen und machen sich auf die Suche nach einem neuen Revier. Dabei legen sie große Strecken zurück. Dazu kommt, dass in den nächsten Wochen die Nutztiere zumindest in den Tallagen wieder überall auf die Weiden gelassen werden.

Stock fährt jetzt in die Bezirke, um die Nutztierhalter über das Salzburger Wolfsmanagement, das im Winter beschlossen worden ist, und Herdenschutzmaßnahmen zu informieren. "Da geht es etwa darum, wie ein Zaun ausschauen muss, damit er wolfssicher ist, und wie man an die Förderungen kommt." Herdenschutzmaßnahmen werden vom Land und den Anbietern der Zäune zu insgesamt 50 Prozent gefördert. "Im vergangenen Jahr haben 18 Bauern das Angebot angenommen. Heuer gibt es bisher fünf Anträge", sagt Stock. "Wir rechnen damit, dass die Zahl der Anträge im Frühjahr sprunghaft ansteigen wird." Wichtig für die Landwirte sei auch, wie sie sich bei einem mutmaßlichen Wolfsriss verhalten müssen. Sie sollten sofort Stock anrufen und keine Menschen und Tiere zum Kadaver lassen, damit die DNA nicht verunreinigt wird.

Die Informationsabende finden am 17. April im Pointwirt in Scheffau, am 23. April im Gasthof Haidbach in Mittersill, am 26. April im Gemeindesaal Pfarrwerfen, am 30. April im Schörhof in Saalfelden und am 8. Mai im Gasthof Alte Tanne in Hof statt. Beginn ist jeweils um 19.30 Uhr. Der Wolfsmanagementplan kann auch auf der Homepage des Landes gelesen werden.

Quelle: SN

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