Chronik

Die Zwerge kehren wieder in den Mirabellgarten zurück

Der Zwergerlgarten beim Schloss Mirabell in Salzburg wird wieder befüllt. 15 Zwerge gingen zur Restaurierung in die Winterpause, 17 kamen zurück. Die Sammlung soll aber noch weiter wachsen.

Der Kran hebt die Zwerge Stück für Stück in den Zwergerlgarten beim Schloss Mirabell. Der "Intellektuelle" ist der erste, der unter den Anweisungen von Barbara Bacher auf die neuen Podeste kommt. In den Wintermonaten wurden die Figuren restauriert, jetzt wird der Garten wieder befüllt. Die Landschaftsarchitektin Bacher war für die Neugestaltung des Figurengartens verantwortlich. Auch die Podeste waren ihre Idee.

In der historischen Anordnung des Gartens bis 1811 seien die Zwerge ebenfalls auf Podesten gestanden, sagt Bacher. "Wir haben uns jetzt für eine zeitgemäße Version der Podeste entschieden. Sie sind niedriger und aus dem modernen Baustoff Beton." Der Geschichte des Zwergerlgartens sei man mit der neuen Anordnung dennoch stärker verbunden als bisher, sagt Bacher. "Bisher waren die Zwerge beliebig aufgestellt. Dabei gehören einige der Zwerge zusammen. Jetzt gibt es thematische Gruppierungen."

Die zwölf Zwerge, die die Monate repräsentieren, stehen in dem neuen Garten in einem Kreis. "In der Mitte des Gartens haben wir die Fundamente eines Brunnens gefunden. Die Monatszwerge stehen um jene Stelle, an der früher der Brunnen stand." Auch die anderen Zwerge sind thematisch gruppiert. Jetzt gibt es eine Intellektuellengruppe, eine Tänzergruppe und eine Duellantengruppe. Diese Gruppen bieten aber derzeit ein einsames Bild. "Wir haben nur einen von zwei Intellektuellen, nur einen Tänzer und nur zwei von fünf Duellanten", sagt Bacher.

28 Zwerge waren es einmal

Ursprünglich habe es einmal 28 Zwerge gegeben, erklärt Christian Stadler, der Leiter des Gartenamts. "Wir hatten aber bis zuletzt nur 15 der Figuren aufgestellt. Mit der Neugestaltung konnten wir zwei zusätzliche Zwerge bekommen - einer ist ein Duplikat, einer eine Leihgabe. Sechs weitere Zwerge befinden sich in Privatbesitz. Zwei davon sind in der Stadt Salzburg." Von den Salzburger Besitzern habe man bereits Zusagen, ebenfalls Duplikate anfertigen zu dürfen. "Es wäre schön, wenn wir zumindest diese beiden Duplikate bekommen können", sagt Stadler. Und er ist guter Dinge, dass der Garten noch weiter wächst. "Von fünf Zwergen wissen wir nicht, wo sie sind. Aber ich bin überzeugt, dass die noch irgendwo stehen. Bei einem habe ich sogar eine heiße Spur."

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