Chronik

Drei Lehrerinnen legen uns das Land zu Füßen

Ein riesige Landkarte soll Volksschülern Salzburg in all seinen Facetten begreifbar machen.

Die drei Volksschullehrerinnen und ihre Landkarte: Gabi Wagner, Elisabeth Grutschnigg und Susanne Fink (v. l.).  SN/sw/loose
Die drei Volksschullehrerinnen und ihre Landkarte: Gabi Wagner, Elisabeth Grutschnigg und Susanne Fink (v. l.).

In der vierten Klasse Volksschule steht die Beschäftigung mit dem Heimatbundesland auf dem Lehrplan. Aber die Lehrmittel, die dafür bisher zur Verfügung standen, begeisterten die drei Lehrerinnen Gabi Wagner, Elisabeth Grutschnigg und Susanne Fink nicht. "Dafür gibt es herkömmliche kleine Landkarten und die Wandkarten, damit ist es sehr schwer, den Schülern das Land in all seiner Komplexität zu vermitteln", so die drei Lehrerinnen.

Vor drei Jahren beschlossen sie, Abhilfe zu schaffen. In Tausenden Arbeitsstunden - "bei dreitausend haben wir aufgehört zu zählen", so Wagner - haben sie eine riesige, vier mal 3,5 Meter große Satellitenlandkarte entwickelt, auf der jeder noch so kleine Ortsteil der 119 Salzburger Gemeinden zu finden ist. Mittels verschiedener Materialien wie hölzerner Gebirge, Perlenketten, die Flüsse und Straßen symbolisieren, Gondeln für die Bergbahnen, kleinen Pelton- und Kaplanturbinen für die Speicher- und Flusskraftwerke, Tieren für die Landwirtschaft etc. kann diese Landkarte in eine 3-D-Landschaft verwandelt werden. Der Name des Projekts, "Salzburg begreifen", ist also programmatisch.

Arbeit mit dem Prototyp

verlief erfolgreich

"Jedes Volksschulkind Salzburgs soll seinen Wohnort bzw. den Ortsteil, in dem es wohnt, auf dieser Karte finden, dabei seine Raumvorstellung und Orientierung weiterentwickeln und somit einen Bezug zum Heimatbundesland bekommen", so die drei engagierten Lehrkräfte, denn "schlussendlich soll sich jedes Kind in seiner Heimat gut auskennen." Dieses Schuljahr arbeiteten die Bad Gasteiner Volksschüler erstmals mit dem Prototyp, den die Lehrerinnen entwickelt haben. Die Arbeit mit der Karte begeisterte die Schüler, es zeigten sich große Lernerfolge. Die Finanzierung erfolgte aus ihrer eigenen Tasche, Anschubfinanzierungen gab es auch von der Industriellenvereinigung und der Salzburg AG.

Wunsch und Hoffnung der Lehrerinnen ist, dass man in Serienproduktion gehen kann und die Karte und die 40 dazugehörenden Themenboxen allen 185 Volksschulen in Stadt und Land Salzburg zur Verfügung stellen kann.

In Zusammenarbeit mit Studenten der FH Puch-Urstein wird an einer digitalen Erweiterung der Landkarte gearbeitet. Die Studenten wurden für ihre Arbeit von allen Gasteiner Bergbahnen und Thermen mit Tageskarten belohnt.

Es wird eine Plattform entwickelt, auf welche die Kinder beispielsweise kurze Filme zu ihrem Heimatort (etwa wie der Zug bei Böckstein in den Tunnel einfährt) hochladen können. Dieser Inhalt soll Kindern aus anderen Gemeinden zur Verfügung gestellt werden, sodass ein reger Austausch entstehen kann.

Im Schuljahr 2018/19 starten die ersten Schulen mit dem neuen Material.

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