Chronik

Duo muss für Raubüberfall in Salzburg jahrelang ins Gefängnis

Zwei Marokkaner wurden am Landesgericht wegen schweren Raubes zu acht Jahren und neun Monaten bzw. zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt (nicht rechtskräftig).

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Unter Verwendung einer ungewöhnlicher Waffe - nämlich eines vorne spitzen Kartoffelschälers - überfielen zwei Marokkaner - 30 und 50 Jahre alt - laut Anklage im Jänner ein Schmuck- und Goldgeschäft in der Salzburger Rainerstraße. Am Mittwoch saß das Duo am Landesgericht vor einem Schöffensenat (Vorsitz: Richter Christian Ureutz).

Laut Staatsanwältin Sandra Lemmermayer gingen die beiden schon mehrfach einschlägig vorbestraften Angeklagten mit erheblicher Brutalität vor: "Der 50-jährige Zweitangeklagte setzte der Verkäuferin den Kartoffelschäler an den Hals und drängte sie in Richtung eines Nebenraums. Dort versuchte er auch, die Frau mittels Klebeband zu fesseln. Währenddessen hat der 30-jährige Erstangeklagte diversen Schmuck und Uhren aus dem Vitrinen in eine Tasche geräumt." Als dabei zufällig eine Freundin der Verkäuferin ins Schmuckgeschäft kam, sei auch diese in den Nebenraum gedrängt und bedroht worden, so die Staatsanwältin.

Über die Beute - Schmuck und Uhren im Gesamtwert von 6700 Euro - durften sich die Angeklagten nur kurz freuen: Der Verkäuferin war es nämlich gelungen, unbemerkt Alarm auszulösen, weshalb die Polizei das Duo noch vor Ort verhaftete.

Die zwei Marokkaner zeigten sich zum Überfall prinzipiell geständig, schwächten ihr Handeln aber ab. So beteuerte der 30-Jährige, dass er "gar nichts davon gewusst" habe, "dass mein Freund einen Kartoffelschäler und ein Klebeband dabei hat". Der 50-Jährige wiederum meinte, dass er die Verkäuferin "gar nicht mit dem Kartoffelschäler bedroht" habe. Übereinstimmend gab das Duo an, es sei damals unter starkem Drogeneinfluss gestanden und habe deshalb die Tat verübt.

Dem Erstangeklagten wurden zudem noch mehrere, teils beim Versuch gebliebene Einbruchsdiebstähle in Juweliergeschäfte sowie in ein Haus angelastet; in einem Fall soll auch der Zweitbeschuldigte dabei gewesen sein.

Der Schöffensenat verurteilte den 30-Jährigen zu acht Jahren und neun Monaten Haft; der 50-Jährige erhielt siebeneinhalb Jahre Gefängnis. Nicht rechtskräftig.

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