Chronik

Ehemaliger Bewohner legte Feuer: Videokamera überführte mutmaßlichen Brandstifter

In einem Wohnblock in Salzburg-Itzling ist am Samstag gegen vier Uhr eine Liftkabine in Flammen aufgegangen. Ein ehemaliger Bewohner des Hauses steht in dringendem Verdacht, den Brand gelegt zu haben.

Symbolbild SN/APA/BARBARA GINDL
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Am Karsamstag in den frühen Morgenstunden wurde die Feuerwehr zu einem Brand in Salzburg-Itzling alarmiert. Schnell war klar, dass die Liftkabine des Mehrparteienhauses in Brand gesetzt wurde. Ein Mann hatte Müllsäcke im Lift deponiert und angezündet. Dann schickte er den Aufzug in die oberen Stockwerke. Der Rauch breitete sich rasch im Gebäude aus und drang zum Teil in Wohnungen. Sechs Bewohner - zwei Männer im Alter von 27 und 31 Jahren, eine Frau (28) und drei Kinder (1, 6 und 10 Jahre) wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Landeskrankenhaus gebracht. Ein Feuerwehrmann erlitt im Zuge der Löscharbeiten Kreislaufprobleme.

Der mutmaßliche Brandstifter konnte jetzt ausgeforscht werden. Da es in den Tagen und Wochen vor dem Brand zu etlichen Sachbeschädigungen gekommen war, hatten Bewohner eine Videoüberwachung installiert. Darauf ist laut Polizei eine maskierte Person erkennbar, die einen Müllsack im Lift deponiert und in Brand steckt. Die Ermittlungen führten die Polizei auf die Spur eines 34-jährigen Salzburgers. Bei dem Mann handelt es sich um einen ehemaligen Bewohner des Hauses. Die richterlich bewilligte Hausdurchsuchung bei dem Salzburger förderte die mutmaßliche Tatkleidung samt Sturmhaube und einen widerrechtlich in seinem Besitz befindlichen Haustürschlüssel zu Tage. Der Mann bestreitet laut Polizei bisher, die Tat begangen zu haben. Er wurde in die Justizanstalt überstellt. Ermittlungen zu Motiv und Tathergang sowie Spurenauswertungen sind noch im Gang.

Quelle: SN

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