Chronik

Ein Körper wie eine Skulptur

Die gebürtige Rumänin Laura Cepeu ist Fitnesstrainerin in Salzburg. Jetzt wurde sie Zweite bei einem Wettbewerb der Sixpack-Models.

Laura Cepeu (gesprochen Tschepé-u), 32, eine gebürtige Rumänin, lebt seit 2011 als Fitnesstrainerin in Salzburg. Viele kennen sie aus dem Sportclub MyGym Nord, wo sie Kurse gibt (Iron System, Pilates). Vor Kurzem erreichte die Mutter eines Siebenjährigen, den sie mit ihrem Partner hat, den zweiten Platz beim Fitnessmodel-Wettbewerb der Zeitschrift Fitness News.

Wochenlang hat Laura sich auf das Event in einem Wellnesshotel im Mühlviertel vorbereitet. Im Abendkleid und im Bikini mussten die Teilnehmerinnen sich der Jury präsentieren. Schlank sein und hübsch sein wie bei einem herkömmlichen Schönheitswettbewerb reichen hier aber nicht. Man will das zeitlose Ideal des menschlichen Körpers sehen, seine Proportionen in der Blüte der Kraft.

Sie trainiert jeden Tag: Bizeps, Trizeps, bis es wehtut

Es ist harte Arbeit, bis man aussieht wie eine aus Marmor gemeißelte Skulptur der griechischen Antike: Bizeps, Trizeps, Gluteus, großer Oberschenkelmuskel, Waden, die berühmten sechs Muskeln über dem Bauch. Auch Frauen können Sixpacks definieren. Nicht zu knollig und knuffig soll der trainierte weibliche Körper sein, eher lang und sehnig-fit.

Sie trainiere jeden Tag, erzählt Laura. Das heißt: Gewichte stemmen, "push and down", zehn Mal, 20 Mal, ein Mal geht noch. Dann wiederholen, bis es wehtut. Verlass deine Komfortzone! Halte durch! Eins-zwei-drei-vier-fünf-sechs-sieben-und-acht. Mit der Formel der Tänzer halten sich auch die Fitnesssüchtigen aufrecht, überwinden den Schmerz und den inneren Schweinehund. Das Geheimnis dabei? "Du musst es einfach tun, auch wenn es dich nicht freut", sagt Laura. "Alles kommt aus dem Geist", weiß die Sportlerin, die regelmäßig meditiert.

In ihrer Heimat hat Laura eine Musikschule besucht, zwölf Jahre Ballett und Choreografie studiert. Die Eleganz ist geblieben. Nach der Matura ging sie nach New York, bildete sich anschließend zur Fitness-Group-Trainerin aus. Laura redet auch offen über eine Gefahr, die gar nicht so selten mit einem exzessiven Sporttraining einhergeht. "Ich hatte früher 47 Kilo, war zu dünn. Jetzt esse ich und achte auf mein Gewicht."

Aufgerufen am 30.11.2020 um 07:03 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/ein-koerper-wie-eine-skulptur-93175405

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