Chronik

Elf Rehkitze in einer Woche gerettet

Ehrenamtliche Helfer suchen mittels Drohne nach Rehkitzen in den Wiesen. Vergangene Woche waren sie besonders erfolgreich.

Innerhalb einer Woche wurde durch eine Drohne elf Rehkitze gerettet. SN/sw/privat
Innerhalb einer Woche wurde durch eine Drohne elf Rehkitze gerettet.

Derzeit haben sie alle Hände voll zu tun. Mit Hilfe einer Drohne mit Wärmebildkamera fanden die Mitglieder des neuen Vereins "Rehkitzrettung und Copterassistenz" alleine in der vergangenen Woche elf Rehkitze im hohen Gras: "Wir waren fast jeden Tag morgens und abends unterwegs", erzählt Obfrau Irmgard Wimmer. Teilweise flogen die Ehrenamtlichen ihre Drohne mehrmals täglich über Wiesen, die zur Mahd stehen: "Die Zusammenarbeit mit den Bauern und Jägern funktioniert wirklich sehr gut", betont Wimmer, "einmal konnten wir gleich fünf Rehkitze finden. Bei einer anderen Wiese war ein Rehkitz gerade frisch gesetzt worden. Der Bauer hat beschlossen, dass er die Wiese vorläufig nicht mäht."

Rehgeißen bringen ihre Kitze meist im hohen Gras zur Welt. Dort sind sie am besten vor Füchsen und anderen Feinden geschützt. Der angeborene Drückinstinkt veranlasst sie, sich ganz still zu halten und sich bei Gefahr reglos auf den Boden zu pressen.

Vorsichtig werden die so gefundenen Rehkitze in einen Korb gesetzt und an den Feldrand gebracht. Dabei ist es äußerst wichtig, die Kitze mit viel Gras in den Händen hochzuheben, damit sie keinen menschlichen Geruch aufnehmen. Sonst würden sie vom Muttertier verstoßen. "Die Kitze bleiben dort und rufen instinktiv nach ihrer Mutter", schildert die Obfrau des Vereins das weitere Vorgehen, "und viele Bauern schauen auch auf die Kitze, weil wir oft gleich weitermussten. Das klappt sehr gut, dass die Rehgeißen auch ihre Kitze wiederfinden." www.rehkitzrettung-copter-assistenz.at

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Schöne Heimat

Über dem Nebelmeer

Von Thomas Wirnsperger
28. Oktober 2020
Herbstlicher Blick auf den Grafenberg (Wagrain) und den Ennspongau

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