Chronik

Erster Marko-Feingold-Preis in Salzburg vergeben

Marko Feingold, Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde in Salzburg, hat 2013 seinen 100. Geburtstag gefeiert. Stadt, Universität und Land Salzburg haben ihm zu Ehren den Marko-Feingold-Preis ins Leben gerufen.

Erster Marko-Feingold-Preis in Salzburg vergeben Jurymitglied Oliver Rathkolb, die Preisträger Jacob Eder und Susanne Lechner-Masser, Jurymitglied Susanne Plietzsch, Bürgermeister Heinz Schaden, LH Haslauer und Rektor Schmidinger (v. l.).
Marko Feingold (100 Jahre, 3. v. r.) war bei der Verleihung des nach ihm benannten Preises selbst dabei. Mit im

Die Auszeichnung wurde am Montagabend in Anwesenheit des Namensgebers zum ersten Mal für zwei hervorragende Dissertationen vergeben:

Der Historiker Jacob Eder erhielt den Hauptpreis für seine Untersuchung über die Reaktionen westdeutscher Politiker und Diplomaten auf die zunehmende Auseinandersetzung der US-amerikanischen Gesellschaft mit der Geschichte des Holocausts seit den 1970er Jahren. Der Anerkennungspreis ging an die Theologin Susanne Lechner-Masser, die sich mit Unterrichtsmitteln und Lehrbüchern für jüdische Kinder auseinander gesetzt hat.

Bürgermeister Heinz Schaden sagte bei der Preisverleihung: "Marko Feingold hat so viel Schreckliches erlebt und trotzdem nie aufgehört nach vorne zu schauen. Wenn er als Zeitzeuge vom Holocaust erzählt, tut er das ungeschönt, aber ohne Bitterkeit. Wie er sich für den interreligiösen Dialog engagiert, wie er ihn seit Jahrzehnten auch lebt - das macht Marko Feingold zu einer herausragenden Persönlichkeit."

Der Preis wird alle drei Jahre ausgelobt und zu gleichen Teilen finanziert. Die Gesamtdotierung beträgt 4.500 Euro.

Quelle: SN

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